Text Size
Geräte-Vorstellungen

Krone Garant


Währung: 10 Pfennig
optische Animation mit LED: Nein
akustische Animation mit MP3: Nein
EZ (elektronische Zulassung): Nein

Krone Garant (Günter Wulff Apparatebau, 1967)

 

Variante mit grüner Frontscheibe und orangefarbiger Schrift

 

Der Krone Garant zählte in seiner ursprünglichen Variante einerseits zu einem der letzten Spielgeräte ohne Münzvorlagespeicher, andererseits zu einem der ersten Geräte mit Sonderspielen. Ebenso gehörte der Krone Garant zu den letzten Geräten, welche einen Spielpreis von nur 10 Pfennigen hatte. Dementsprechend betrug der höchstmögliche Gewinn 1 D-Mark. Als Folge dessen, dass es keinen Münzspeicher gab, musste Spiel für Spiel - ähnlich wie bei den damaligen „einarmigen Banditen“ in Las Vegas - der Einsatz neu getätigt werden. Durch einen ausgeklügelten Mechanismus war es allerdings möglich, schon während des laufenden Spiels eine Münze für das nächste Spiel vorzulegen, worauf der Spielgast durch einen leuchtenden Hinweispfeil aufmerksam gemacht wurde. Diese Münze wurde dann durch einen Sperrmagneten im Münzeinwurf festgehalten (für den Spieler sichtbar) und am Ende des Spiels freigegeben, sodass die Münze erst dann in den Münzprüfer gelangte und das Folgespiel automatisch eingeleitet wurde. Die Auszahlung von Gewinnen erfolgte ausschließlich direkt und nur in der Form von Groschen. Sämtliche Vorgänge im Gerät wurden ausschließlich mit 220 Volt-Netzspannung gesteuert. Lediglich für die Beleuchtung kam ein Transformator zum Einsatz, sodass 12 Volt-Leuchtmittel verwendet werden konnten.

 

Der leuchtende Pfeil zeigt den Zeitpunkt an, ab welchem eine Münze für das Folgespiel nachgelegt werden kann

 

Der Spielablauf war seinerzeit noch recht einfach gehalten. Schon damals konnten die linke Walze einmal nachgestartet und die anderen beiden gestoppt werden. Jeder Walze war eine eigene Taste zugeordnet, welche dem Spielgast die Betätigungsmöglichkeit durch Aufleuchten anzeigte. Es gab vier Gewinnlinien, auf welchen drei gleiche Beträge zur entsprechenden Auszahlung führten. Eine Krone im Ablesefenster der mittleren Walze galt als Joker. Ergaben sich in Zusammenhang mit der Krone in der Mitte zwei Gewinne, so wurde nur der höhere Gewinn gewertet. Eine Krone in der Mitte ohne Gewinnkombination zahlte 10 Pfennige. Zeigten die Walzen drei Kronen, so wurden eine D-Mark gezahlt und eine Serie von 10 Sonderspielen ausgelöst. Die Sonderspiele hießen hier allerdings noch „Spiele mit erhöhter Chance“. In der Serie wurde jeder anfallende Gewinn auf den Höchstbetrag von 1 D-Mark angehoben. Im besten Falle konnte der Spielgast somit bis zu 100 Groschen, also 10 D-Mark gewinnen. Die Auslösung der Serie, sowie anfallende 1 D-Mark-Gewinne in der Serie wurden vom Gerät durch einen Gong akustisch begleitet.

 

Die Hauptgewinnkombination zahlt DM 1,- und leitet eine Serie von 10 Spielen mit erhöhter Chance ein

 

Das Gerät verfügte auch über eine Wechselvorrichtung, welche es möglich machte, bei ausreichendem Münzvorrat Spiele mit einer 50 Pfennig- oder 1 D-Mark-Münze auszulösen. In einem solchen Fall wurden dann kurz nach dem Spielstart 40 Pfennig bzw. 90 Pfennig Rückgeld ausgezahlt. Auf die Wechselbereitschaft wurde durch ein grünes Licht am Einwurfschlitz hingewiesen.

Da Wechselgeld beim Gastwirt wie beim Spielgast bekanntermaßen auch schon einmal knapp werden kann und die Auszahlung beim Krone Garant zudem wie damals üblich nur in Groschen erfolgte, verfügte das Gerät über gleich zwei Auszahlröhren: Eine für die Gewinne und eine für die Wechselvorgänge. Vorrangig wurde die Gewinnauszahlröhre gefüllt, um Leerspielungen zu vermeiden. Nur wenn die Auszahlröhre voll war, wurde auch die Wechselröhre befüllt. War der Inhalt der Wechselgeldröhre zu gering, dann wurde die Wechselmöglichkeit nicht angeboten (kein grünes Licht am Einwurf).

In einer späteren Variante wurde das Gerät auch noch mit einem Aufsatz zugelassen, in welchem eine Art Uhrwerk bis zu 30 Groschen aus Einwürfen und Gewinnen anzeigen und speichern konnte, wodurch ein gänzlich automatischer Spielablauf ermöglicht wurde.

 

 

Variante mit roter Frontscheibe und weißer Schrift, sowie mit Münzspeicheraufsatz für bis zu 30 Groschen.

 

 

Die gleche Farbvariante ohne Münzspeicheraufsatz

 

 

Variante mit grüner Frontscheibe und gelber Schrift

 

 

Sven Schreiber, 23.09.2013

Nachtrag vom 13.03.2016: Krone Garant in der Fachzeitschrift AutomatenMarkt (Ausgabe 09/2013):



Krone Garant Wulff 1967 Printversion AM

Link ins Forum zum Diskussionsfaden über den Krone Garant (HIER KLICKEN)


   Hits: 1425
Powered by Sigsiu.NET