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Rock Ola 445


HÄÄÄH??? JUKEBOX?

Was hat 'ne Jukebox hier auf Goldserie verloren? Ganz einfach- sie hat exakt dieselbe Daseinsberechtigung wie alle Punktespielautomaten:

Man kann an ihr kein Geld, wohl aber reichlich Unterhaltung gewinnen party. Darüber hinaus hat sie einen Münzeinwurf!

Also denn: Hier ist sie, meine R.O. 445 :

 

RO445

Geboren wurde sie im Jahre 1971, ein Jahr nach mir. Sowas verpflichtet natürlich in dem Sinne, dass man die Bestückung mit Singles entsprechend vornimmt. Wobei stetig Optimierungen erfolgen 214.

Selbstredend gehören Nancy Sinatra ("These Boots Are Made For Walking"), Frank Sinatra ("My Way") und Dooley Wilson ("As Time Goes By") ebenso zu den ständigen Gästen, als auch Harpo ("Moviestar"), Shirley Bassey ("Goldfinger"), Frank Zappa ("Bobby Brown"), oder auch Lale Andersen ("Lili Marleen"). NDW, Oldies und etwas gute Filmmusik sind natürlich Pflicht. Die Rock Ola 445 kann 50 Singles aufnehmen, womit sich ein Tastenfeld von A-K und 1-0  ergibt. Eigentlich ist der Münzprüfer (rein mechanisch) für DM ausgelegt. Mit etwas Fummelei bekommt man aber eine Umrüstung auf Euro(Cent) recht gut hin. Im nächsten Bild seht ihr die Jukebox aufgeklappt (den oberen Teil kann man hochklappen, die Vorderfront mit den Bassboxen ablösen und rausschwenken):

Innen

1 Lied kostet 10 Cent. Bei Einwurf eines 50 Cent-Stückes darf man 6 Lieder wählen. Andere Münzen werden nicht genommen.

Bei der Innenansicht werden sich viele fragen: was sind das alles für seltsame Teile? - Ich kläre Euch nach bestem Wissen gerne auf:

Favoritenzaehler

Dieses komische Rad ist ein Favoritenzähler. Auf rein mechanische Weise schiebt sich jedes mal, wenn ein Lied gewählt wurde, ein entsprechender Haken nach außen. Je weiter vorne eine "Nase" sichtbar wird, umso häufiger wurde ein bestimmtes Lied gespielt.

Vorwaehler

Dieses Teil (es sieht auf der Rückseite übrigens genauso aus) hat eine Doppelfunktion: auf der hier sichtbaren Seite werden die über die Tasten gewählten Lieder markiert, indem ein Mechanismus

den Kranz entlangfährt und ein Klöppel per Magnet einen bestimmten Haken umlegt. Auf der Rückseite fährt anschließend ein genauso aussehender Mechanikarm den Kranz entlang und tastet somit ab, welches Lied gewählt wurde. Ein wie vorne gleichartiger Magnetarm legt den Hebel wieder zurück. Auf diese Weise können mehrere Lieder nacheinander vorgewählt und nacheinander abgespielt werden.

Wurde durch den Arm auf der Rückseite ein umgelegter Hebel erkannt (und auch direkt wieder zurückgesetzt), wird als nächstes das Plattenkarussell aktiviert, bis die gewünschte Single unter dem Greifarm angekommen ist. Dieser packt die Single, dreht sie entsprechend der gewählten Seite während des Heraushebevorgangs um und legt sie auf den Plattenteller. Der Rest geht wie bei einem herkömmlichen Schallplattenspieler.

Elektrik-klein

Interessant ist vielleicht noch die Ansicht der Elektrik an der Geräterückwand: In der linken Hälfte sieht man den Transistorverstärker (die 445 ist ein Stereogerät). Rechts unten die Krediteinheit, in deren Innerem mechanische, uhrwerksähnliche Zahnradzähler mit anliegenden Schaltkontakten angebracht sind, so dass mehrere Münzen auch mehrere Lieder ermöglichen). Rechts oben ist das Netzteil mit diversen Sicherungen, die man natürlich im normalen Handel nicht bekommt.

So, ich glaube, das wäre es fürs Erste. Bei Fragen bin ich natürlich sehr gerne bereit, diese Beschreibung zu ergänzen.

 

Euer Realkojack

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