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Werksbesichtigung Löwen

LogoNachtrag: Das neue Hochregallager am Ende des Artikel. Kein Aprilscherz war die Reise des Goldserie e.V. am 1.4.2011 nach Bingen zu Löwen. Wir waren zu einer grossen Werksbesichtigung eingeladen. Ein außerordentliches Ereignis, denn noch nie durften Spieler die heiligen Hallen betreten. Vielen Dank an unsere Gastgeber Christopher Röricht (Leiter Kommunikation und Marketing), Florian Brodrecht und Raymund Eckes (Produktionsleiter), alle NSM Löwen Entertainment GmbH.

Bingen am Rhein mit traumhaft schöner Landschaft:

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Löwen mit eigener Bushaltestelle

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Ein Teil des grossen Gebäudekomplexes:

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Was machen wahre Automatensammler, wenn sie sich nach hunderten Kilometern Fahrt treffen? Klar, erstmal Geräte austauschen. Dass es sich vor dem Löwen Gebäude allerdings um Gauselmänner handelt, war nicht ganz stilsicher. Nur gut, dass sie das Gerät nicht hingetragen haben

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Fast alle Teilnehmer auf einem Foto. Viele Vereinsmitglieder, aber auch liebgewonnene Forumuser waren dabei (hewwi, jsww und Spielverordnung). Gar nicht so einfach, alle auf ein Foto zu bekommen, auch folgendes ist nicht komplett. Insgesamt waren wir 14 Personen.

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Als erstes wurden im Showroom die Neugeräte inspiziert. ChriPo, im Nebenerwerb Aufsteller, schaut sich den Spieler und den Trailer an. Wie wir später erfahren mussten, die letzten klassischen Geldspieler von Löwen.

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Nun Fotos aus der Fabrikation. Es ist eine ganz besondere Ehre, dass uns das Fotografieren erlaubt worden ist. Üblicherweise sind solche Bereiche für Außenstehende tabu und Fotos streng verboten. Ich kenne Unternehmen, da muss man bei Besuchen am Eingang Fotokameras und -handys abgeben muss. Vielen Dank Löwen!

Der Novomatic Konzern betreibt eine europaweite Teilefertigung. Es gibt spezialisierte Fabrikationsstandorte für die Gehäuse, die Rechner, die Münzverarbeitung, die Software und anderes. Das aktuelle Gaminator-Gehäuse ist eine für den deutschen Markt angepasste Version eines weltweit eingesetzten Casinogerätes. U.A. sind zur Manipulationsabwehr die Hopper an anderer Stelle installiert und die Tasten angepasst. Die mit einigen Teilen vormontierten Gehäuse werden nach Bingen angeliefert und dort komplettiert. Die folgenden Bilder zeigen den Fertigstellungsprozess.

Fachkundiger Führer war der Werksleiter persönlich, Raymund Eckes (im schwarzen Pullover)

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Man beachte das Rollensystem, das die ganze grosse Halle durchläuft. Darauf passen speziell fabrizierte Europaletten, auf denen die halbfertigen Standgehäuse leicht hin- und herbewegt werden können.

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Im Vordergrund die Teilemontage.

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Während der Produktion wird immer wieder getestet und die Qualität gemessen. Dies wird laufend dokumentiert und den Mitarbeitern in Schautafeln an einer schwarzen Wand mitgeteilt. Die Qualität wird für die Mitarbeiter zu einem Vergütungsanteil.

Am abschließenden Testplatz werden computergesteuert jedes Gerät durch ein Diagnosesystem geprüft und anschließend vier Stunden lang dauergetestet. Wie Herr Eckes berichtet, zeigen sich Fehler der elektronischen Bauteile meist in den ersten Testminuten und zu fast 100% innerhalb von 2 Stunden. Diese Zeit wird nochmal verdoppelt.

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Löwen ist nicht nur einer der grossen Arbeitgeber in Bingen, sondern bildet auch junge Menschen aus. Von 350 Mitarbeitern am Standort sind 30 Auszubildende verschiedener Berufe. Hier die Lehrwerkstatt mit einem Auszubildenden zum Elektroniker und einem Praktikanten.

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Diese Uhr wurde komplett von Azubis gefertig. Als Aprilscherz zeigte das Datum am 1.4.11 den 36.3.11 !

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Aus einer Azubi-Projektarbeit entstand dieses Versandsystem. Bestellungen sollen innerhalb von 48 Std. das Werk verlassen. Jackpotleuchten und Tagesangaben zeigen den Verpackern immer an, welche Sendungen als nächstes auf die Reise gehen sollen.

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Das Hochregallager

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Claus bei der Feuerwehr

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Die Zukunft: Das neue Logistikzentrum. Bei der Baugenehmigung enstand eine Verzögerung von 2 Jahren und zusätzlich sechststellige Kosten, weil auf dem Brachland, das seit ewiger Zeit im Eigentum von Löwen war, sogenannte "Zauneidechsen" gefunden wurden. 120 Exemplare wurden von Biologen monatelang beobachtet, und dann per Hand zur richtigen Jahrezeit in ein benachbartes Landstück umgesiedelt. Aber auch das Gebiet möchte Löwen irgendwann bebauen. Mit Florian Brodrecht habe ich direkt auf dem Gelände gleich ein neues Spiel entworfen: Auf den Walzen sind Zauneidechsen vorhanden, und am Rande laufen Biologen herum. Wenn ein Biologe über der Walze einer Zauneidechse erscheint, sammelt er sie ein. Bei 10 Eidechsen gibt es Freegames.

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Dann gab es erstmal lecker Mittagessen vom Buffet in der Werkskantine. Das coolste waren Goldserie-Reserviertschilder.

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Dann ging es in einem Gang vorbei an edlen alten Geräten des Hauses NSM. Gleich das erste war ein uns unbekanntes Exportgerät Fruit 6, von dem ich flugs eine Gerätevorstellung angefertigt habe.

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Was waren die Geräte früher schön !

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Bei folgendem Gerät hat muenze blitzschnell "Prototyp" gerufen. Warum wohl?

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Im Showroom konnten wir über die neuesten Produkte von Löwen fachsimpeln. Von links: hewwi, Katzel, Bernie, Wikinger01, Florian Brodrecht, Chripo und halb Risikoautomatik.

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Unser Organisator so_isses begutachtet den Gaminator.

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Christopher Röricht, clubbing_man und hewwi.

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Abschließend diskuierten wir im Konferenzraum noch zwei Stunden über die Löwen, seine Produkte und die Konkurrenz zu Gauselmann, Goldserie und die Politik. Die Zeit ging viel zu schnell herum.

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Highlight war zum Schluss noch ein Vortrag von clubbing_man über neue Spiele, die er anläßlich der Game-Hunter Aktion in London gesehen hat.

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Wir danken der ganzen Löwen-Crew für einen tollen Tag in Bingen, und so_isses für die Organisation

Auf Wiedersehen !

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Nachtrag

Bei einem weiteren Besuch in Bingen konnte ich das neue Hochregallager besichtigen, das während der Goldserie-Werksbesichtigung noch im Bau war. In gewaltigen Regalreihen und schwindelerregender Höhe waren dicht an dicht tausende von Löwen-Geräte auf ihren Transport zu den Aufstellern. Mit geringstem Flächen- und Personalbedarf werden hier gewaltige Lasten gelagert und bewegt. Sehr eindrucksvoll!

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Die einzelnen Regale stehen dicht an dicht. Man nennt sie Fahrlager, weil sie 3,60m nach links und rechts fahren können, um den Zutritt zum gelagerten Gut zu ermöglich. Jedes Fahrlager kann 182t Güter lagern!

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Im Video sieht man, wie ein Fahrlager motorisch verschoben wird. Die ersten Sekunden sind leider quer aufgenommen.

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Dann kann ein Gabelstapler in die Lücke fahren und ganze Paletten transportieren.

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Hier kommen die aus dem Lager herangefahrenen Paletten an. Auf einer schrägen Rollschiene gleiten sie nach vorne und können von Gabelstaplern direkt in LKWs transportiert werden.

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Euer Esteka