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Serien-Einsteller 0/10/20/30/40 Spiele bei NSM-Geräten

Bild1bSerien-Einsteller 0/10/20/30/40 Spiele bei NSM-Geräten

Es geht hier um die Funktionsweise des so genannten Serien-Einstellers nachstehend aufgeführter 20Pf-Geräte von NSM:

  • Rotamint 7 & 8
  • Rotamint Gold & Silber
  • Rotamint Exquisit
  • Rotamint Goldene 7 Hold
  • Rotamint Exquisit Super
  • Rotamint Brillant
  • Rotamint Super Bingo
  • Rotamint 7 & 8 & 9
  • Rotamint Doppel-As

Der Serieneinsteller zeigt mit Hilfe entsprechender Leuchtanzeigen auf der Lichtschachtplatte vorn an (im Bild 1 links), ob der Serien-Zustand "keine Serie" (also kein Licht), "10er-Serie", "20er-Serie", "30er-Serie" oder "40er-Serie" beträgt. Es geht also NICHT um den Zeiger, also den Serien-Spiele-Zähler, sondern um die Mechanik des Serien-EINSTELLERs, welcher unterhalb der Maschine am Chassis hinter der transparenten Kunststoffabdeckung sitzt. Von vorn gesehen sitzt er auf dem Bild von der Exquisit Super direkt hinter dem großen Joker (Bild 1). 

Bild1b

Das Schrittschaltwerk des Serien-Einstellers verfügt über ein Zahnrad, bei welchem 2 Zähne FEHLEN! Das ist technisch ABSICHTLICH so und ES HANDELT SICH DABEI UM KEINEN DEFEKT am Zahnrad! (Bild 2).

Bild2b

 

Der Grund für die Lücke ist der folgende:

Wurden bereits Verlängerungen auf eine 40er-Serie erreicht, so darf beim Eintreffen einer Verlängerung um weitere 10 Spiele keine weitere Addition um 10 Spiele auf dem Schrittschaltwerk erfolgen, weil das Spielsystem (und der Spiele-Zähler VORN) nur für das Abspielen von maximal 40 Sonderspielen in Folge ausgelegt ist. Durch die Lücke im Zahnrad (also den fehlenden Zahn) des Serien-Einstellers, wird erwirkt, dass das Schrittschaltwerk beim Anziehen der Additions-Spule seine Position nicht verändert, sofern bereits eine 40er-Serie angezeigt wird. Daher darf das Zahnrad des Schrittschaltwerkes im Falle eines Defekts AUF GAR KEINEN FALL gegen ein solches ausgetauscht werden, welches nicht über die "Zahnlücke" verfügt. Ferner ist darauf zu achten, dass das Zahnrad im Wartungs- oder Austauschfall NICHT 180° VERDREHT montiert wird, da es sonst fehlerhaft arbeitet.

Das Einsetzen eines Zahnrades ohne "Zahnlücke" oder das Montieren des Zahnrades um 180° verdreht führt zu folgendem Fehler:

Wird bereits eine 40er-Serie angezeigt und es wird eine weitere Verlängerung erreicht, so wird von dem Schrittschaltwerk fälschlicherweise ein weiterer Schritt ausgeführt. Anschließend steht das Zählwerk dann auf der (nicht existierenden) Stellung "50", wo sich konsequenterweise auch keine Leiterbahnen für die Kontaktschleifer befindet (Bild 3). Dies wiederum hat dann zur Folge, dass die laufende Serie vorzeitig beendet wird. Das Schrittschaltwerk und bei den "neueren" Modellen (vermutlich nur bei 7 & 8 & 9 und Doppel-As) auch der Spiele-Zähler (das Zeigerwerk vorn) werden dann auf "0" zurückgesetzt.

Bild3

Damit der Serien-Einsteller auch wirklich gut funktioniert, muss natürlich die Mechanik leichtgängig sein. Hierbei gilt es – wie immer in solchen Fällen und bei solcher Mechanik – darauf zu achten, dass altes Fett und Verharzungen beseitigt werden. Bei dieser Mechanik (und das gilt auch für die anderen Zählwerke wie Münz-Zähler und Sonderspiele-Zähler) übersieht man leicht den kleinen Metallhaken, der mit einer Rückholfeder verbunden ist (siehe Pfeil auf Bild 4). Dieser muss unbedingt auch leichtgängig sein. Um diesen Haken zu säubern, müssen alle Teile davor abgenommen werden.

Bild4

Autoren: muenze & pitbread