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Tamm, Mike

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Herr der Spielkonzepte
Mike Tamm ist Deutschlands einziger freiberuflicher Spieleentwickler von Geldspielgeräten. Der geistige Urheber des Maxpot gestattet Einblicke in ein spannendes Berufsleben. „Lieber fünf Spielgäste mit jeweils nennenswerten Gewinnen glücklich machen, als einen Gast mit einem sehr hohen Gewinn reich", stellt Spieleentwickler Mike Tamm eines seiner Leitmotive vor. „Glück zu haben im Spiel ist wichtiger als das Gewinnen von Geld."


Die ersten Schritte in unserer Branche machte der Tecklenburger bereits in jungen Jahren erst als Servicekraft und dann als Geschäftsführer mehrerer großer Spielstätten. Während des anschließenden Studiums der Betriebs-, Volkswirtschaftslehre und der Informatik verfasste er rund 150 Spielanalysen von Geldspielgeräten. Diese Erfahrung half für die spätere Karriere als Spieleentwickler. Anfang der Neunziger startete diese Karriere. Mit dem eigenen Betrieb, damals Kreativ-Beratung, heute Createc, erfand Tamm zwölf Jahre lang für Bally Wulff nicht nur Spielideen, sondern setzte seine Einfälle in komplette Spielkonzepte um.

 

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Ricardo Miranda und Spieleentwickler Mike Tamm präsentieren das erste Ergebnis ihrer Zusammenarbeit: den Maxpot.


Überzeugendes Konzept


Ende 2006 kam der Kontakt mit der Gauselmann Gruppe und dadurch auch mit Ricardo Miranda zustande. Der Geschäftsführer des Großhändlers Walberer Automaten war von Tamms neuesten Entwicklungen und Konzepten schnell überzeugt.

Rasch wandelte sich die Idee zum fertigen Geldspielgerät Maxpot, das jetzt von adp Gauselmann hergestellt und von Walberer unter der Marke Game Line vertrieben wird. „Die Entwicklung des Maxpot hat bei uns hier etwa sechs Monate gedauert. Dabei haben mich vor allem meine Frau Marion und gelegentlich einige freiberufliche Spezialisten aus den Bereichen Software, Grafik und Akustik unterstützt", schildert Tamm rückblickend. Obwohl Createc zurzeit für die Gauselmann Gruppe entwickelt, ist das Unternehmen unabhängig. Unabhängigkeit schreibt Tamm ohnehin groß: „Während des Engagements bei Bally Wulff wurde mir mehrmals eine Festanstellung angeboten. Doch ich habe abgelehnt. Als Freiberuflicher kann ich mich mit mehr Kreativität neuen Aufgaben stellen", erläutert der Spieleentwickler.

 

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Auch geschäftlich ein Team. Das Ehepaar Marion und

Mike Tamm spielt gerne an eigenen Geräten daheim.

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Diese über fünfzehnjährige Erfahrung aus der Entwicklung von über sechzig Spielsystemen mit 21 Markterscheinungen, wie zum Beispiel Kombi, Sunfire und Sky, scheint dem Maxpot gutgetan zu haben. Herausgekommen ist ein neuartiges Gerät, ein „Risikogamer". „Das Modell enthält Risikoelemente klassischer Walzengeräte, und mit dem neuartigen Bonusmeter bietet es Action wie an
einem Multigamer", verspricht Tamm.

Mit einer Gastro-Variante eigne sich der Maxpot für die Spiel- und die Gaststätte gleichermaßen.

Große Chancen mit TR 4.0

Sowohl Miranda als auch Tamm hoffen auf einen Erfolg. Jedenfalls sei eine Zusammenarbeit über den Maxpot hinaus geplant, berichtet der Walberer-Geschäftsführer. Die Atmosphäre zwischen Tamm und Miranda scheint zu stimmen, denn in den Kernfragen der Branche finden die beiden Experten gemeinsame Antworten. Nur bei einem Thema gehen die Meinungen auseinander. Während Miranda in Bezug auf TR 4.0 eher mit reserviertem Enthusiasmus in die Zukunft blickt, sieht der Spieleentwickler in dieser Richtlinie große Chancen für innovative Spielideen.

 

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Das Zentrum der Kreativität: Im ausgebauten Dachboden werden Ideen ausgetüftelt

Wahrscheinlichkeiten errechnet und Sounds für neue Geldspielgeräte komponiert.

Aus dem Automatenmarkt 7-2009

Interview mit Mike Tamm

Diskussion um den Maxpot