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Hellomat

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- Hellomat und Busch
Die Hellomat Produktionsstätte
Konkurs 1989
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Warum die Hellomat-Geräte Hellomat hießen...


Ich habe mich gestern mit meinem Freund Thomas (User "kreditwuerdig") auf den langen Weg in die Eifel gemacht, um einen äußerst seltenes Gerät, einen Hellomat Favorit abzuholen. Wir hatten ein solches Gerät bereits schon einmal Anfang der 90er Jahren besessen und gingen bislang immer davon aus, dass es sich um ein Einzelstück oder zumindest einen Prototypen handelte, da das Gerät die Zulassungsnummer "...0001" hatte und ansonsten nirgends Informationen über die Existenz dieses Modells aufzutreiben waren. Weder im Internet noch in Fachmagazinen aus der entsprechenden Zeit. Um so mehr kam irgendwann der Punkt, als wir es mehr als bereuten, das Gerät irgendwann abgegeben zu haben und hätten uns dafür am liebsten in den Allerwertesten gebissen. Das Gerät, was wir gestern in Empfang nahmen, hat die Zulassungsnummer "...0038". Also wird es da höchstwahrscheinlich wohl doch zumindest ein paar Dutzend von gegeben haben müssen.

Die Fahrt lohnte sich in vielerlei Hinsicht. Zum einen, weil sich das Gerät in einem bemerkenswert guten Zustand befindet, zum anderen, weil ich dadurch auch hinter das Geheimnis der Bezeichnung "Hellomat" gekommen bin. Das Gerät war nämlich im Privatbesitz eines Anbieters aus Hellenthal in der Eifel. Und Hellenthal ist auch die ehemalige Produktionssätte der Hellomat-Geräte gewesen. Dementsprechend bezieht sich die Bezeichnung Hellomat keineswegs etwa auf das freundliche Grußwort "Hello" und hat auch nichts mit "hell" (in welchem Zusammenhang auch immer) zu tun. Es bezieht schlicht und ergreifend auf den damaligen Frimensitz Hellenthal. Des weiteren ist bei vielen alten Groschengeräten von Hellomat ein Schild mit "Eifel" auf der Frontpartie angebracht. Die Anfahrt an sich gestaltete sich auf den letzten Metern sehr abenteuerlich. Denn das Haus, wo wir das Gerät (nebst einem Flipper "Aztec" aus den 70ern) abzuholen hatten, war die Dienstwohnung des Betriebsleiters der dortigen Oleftalsperre. Der Verkäufer der Geräte wies uns schon vorher am Telefon darauf hin, dass das Navigationssytem zwar die Straße, nicht aber das Haus finden würde. Es war bereits dunkel, als wir in Hellenthal ankamen. Wir fuhren die Straße immer weiter, über einen Parkplatz hinweg, so wie uns es der Verkäufer erklärt hatte, als wir plötzlich - wir erschraken beinahe - eine riesige, dunkle Mauer am Horizont sahen - sonst nichts. Thomas sagte schon "Hier sind wir bestimmt falsch, ich dreh´ mal". Doch ich sah den kleinen Waldweg (als Betriebsweg/-gelände deklariert), welcher sich serpentinenmäßig nach oben schlängelte. Ich sagte, er solle da ´rauf fahren. Zufälligerweise kam uns ein Sopaziergänger entgegen, den ich fragte, ob wir hier richtig seien, was er bejate. Hätte dort Eis oder Schnee gelegen, hätten wir keine Chance gehabt, wieter hinauf zu fahren. Oben am Haus angekommen (wir kamen sogar noch an einer alten Souvenierbude vorbei) und ausgestiegen, waren Thomas Worte nur noch (wir hörten von unten leise das Plätschern und Rauschen der Energiegewinnungsanlagen): "Hier möchte ich nicht wohnen, hier hätte ich keine Ruhe"... Schade, dass es schon so spät war. Denn der Betriebsleiter hätte uns sonst die Anlagen zeigen können (bis auf wenige der Pfeiler sind alle innen hohl und begehbar!) und wir hätten uns oben den See mal anschauen können.

Uns jedenfalls hat das so sehr beeindruckt, dass wir da auf jeden Fall noch einmal einen Ausflug hin machen wollen. In der Nähe ist auch eine Sommerrodelbahn, da wollen wir dann auch mal runterheizen. Vielleicht hat der Verkäufer bis dahin ja auch wieder einen schönen Hellomat für uns...

 

oleftalsperre

Dort wo der rote Kreis ist, ist das Haus, wo wir den Hellomat und den Pinball abgeholt haben...