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Risiko-Automatik

 

Was ist der Unterschied zwischen einer Risikoautomatik und einer einstellbaren Risikoautomatik?


Die einfache Risikoautomatik bewirkt - sofern sie aktiviert ist - , dass zum Risiko angebotene Gewinnbeträge automtisch bis zu einer bestimmten Grenze, in der Regel bis zur ersten Sonderspielstufe riskiert werden. Die aktivierte Risikoautomatik wird bei den meisten Geräten durch schwach leuchtende Risiko-Tasten (Abb.1) angezeigt. Einige ältere Geräte haben dafür allerdings ein separates Anzeigefeld (Abb.2) und manche auch eine separate Taste (Abb.3). Bei Bally Wulff-Geräten wurde von Mitte bis Ende der 80er Jahre eine Multifunktions-Taste für die Start- und Risiko-Automatik verwendet, mit welcher zwischen Startautomatik, Risikoautomatik, beidem oder keines von beidem gewählt werden kann (Abb.4). Zusätzlich dient diese in der Mitte angeordnete Taste zur Teilgewinnübernahme von Sonderspiel-Gewinnen.

Die einstellbare Risikoautomatik funktioniert prinzipiell genau so wie die einfache Risikoautomatik. Nur mit dem Unterschied, dass der Spieler die Grenze für die Risikoautomatik durch mehrmaliges Betätigen der einer Risiko-Leiter zugeordneten Taste selbst festlegen kann. Bei der wählbaren Risikoautomatik leuchten zusätzlich zu den schwach leuchtenden Risikotasten die Felder in den Risikoleitern auf, bis zu welchen automatisch riskiert wird (Abb.5).

Die Risikoautomatik wurde nur kurze Zeit nach dem Anfang der Geschichte des Risikospiels mit Risikoleitern (seit Anfang der 80er) eingeführt. Die einstellbare Risiko-Automatik wurde um die Jahrtausendwende nach und nach bei allen Herstellern eingeführt. Bei Bergmann (Stand: 08/2005) sind die Risikogrenzen bei der einstellbaren Risikoautomatik allerdings nicht stufenlos einstellbar, sondern es gibt zwei verschiedene Grenzen, die gewählt werden können. Die aktivierte Grenze wird dabei (wie bei der wählbaren Start-Automatik) durch ein Leuchtfeld angezeigt.

Am Rande bemerkt: Eine einstellbare Risikoautomaik gab es bei ADP schon einmal in den 80er Jahren, nämlich beim Merkur Super Komet. Dort konnte man wählen, ob bis zu ersten, zweiten oder dritten Sonderspielstufe in der Risikoleiter riskiert werden soll. Die Grenze der Risikoautomatik wird bei diesem Gerät durch kleine Leuchtdioden zwischen den Risikofeldern angezeigt (Abb.6 u. Abb.7).

Abb.1

Abb.1: Die gängiste Version der Signalisierung der engeschalteten Risiko-Automatik
waren bis zum Ende der 90er Jahre einfach nur schwach leuchtende Risiko-Tasten.

Abb.2

Abb.2: Wie bei der Merhzahl der NSM-Geräte der 80er Jahre wird die
eingeschaltete Risikoautomatik durch ein separat leuchtendes
Feld auf der Frontscheibe angezeigt. (Foto: Rotamint Joker Power, 1988)

Abb.3

Abb.3: Bei den ersten Geräten mit Risiko-Automatik gab es zudem auch häufig eigene
Tasten zum Ein- und Ausschalten (hier: Rototron Krone, Bally Wulff, 1984)

Abb.4

Abb.4: Die Multifunktions-Taste, welche bei den Bally-Wulff Geräten der zweiten Hälfte
der 80er Jahre zum Einsatz kommt (hier: Rotomat Big Risc, 1988).

Abb.5

Abb.5: Bei den aktuellen Geräten lässt sich die Grenze der Risiko-Automatik stufenlos
von "erste Sonderspielstufe" bis zum oberen Ende der Risikoleiter einstellen. Auf dem
Foto ist in der linken Risikoleiter als Grenze "6 Sonderspiele" eingestellt. Dies
ist daran zu erkennen, dass die Felder bis einschließlich 6 Sonderspiele hell
und die überigen dunkel leuchten. (Foto: Joker G, ADP, 2001)

Abb.6

Abb.6: Eine einstellbare Grenze für die Risiko-Automatik gab es schon einmal beim
Merkur Super Komet (ADP, 1984). Dort kann man einstellen, ob bis zur ersten,
zweiten oder dritten Sondespielstufe automatisch riskiert werden soll. Auf
dem Foto ist das Feld mit dem Hinweis auf die Vorwahl-Möglichkeit zu sehen.

Abb.7

Abb.7: Bei dieser Einstellung beim Super Komet wird gemäß der leuchtenden Dioden bis
zur zweiten Sonderspielstufe, also bis 4 bzw. 6 Sonderspiele automatisch rsikiert.