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Spielpause / Zwangsspielpause

 

Pillhuhn: "Modernere", Prozessor gesteuerte Geldspieler haben eine Sog. Spielpause bzw. Zwangsspielpause eingebaut.
Diese wird vom Gerät automatisch nach 60 Minuten Dauerspielens eingelegt (um den Spielsüchtigen auch mal einen Toilettengang zu ermöglichen 137 ), allerdings nur, wenn keine Sonderspiele laufen. Dann spielt das Gerät die Sonderspiele ab und zahlt den Gesamtbetrag aus.
Das Gerät wird "offline" geschaltet.


Beim Majesto wird diese Prozedur so dargestellt:

spielpause-majesto

Im Display "Sonderspiele" zählt das Gerät die Sekunden runter, im Münzspeicher wird das Wort "PAUSE" angezeigt.
Ein Münzeinwurf ist in dieser Phase nicht möglich.

Ist die Zeit abgelaufen, schaltet das Gerät wieder auf "Normalbetrieb"



muenze: Die Spielpause beträgt generell 3 Minuten.
Die Spielpause ist seit ca. Mitte der 90er Jahre eines der Zulassungskriterien seitens der PTB .
Die Spielpause soll dazu dienen, dass sich Vielspieler während dieser "bessinen" und sich möglicherweise zum Beenden des Spielens entscheiden.



Pillhuhn: Gehässiger Weise könnte man auch von Einer Alibi-Verordnung reden:
Da wird dem Spieler vorgegaukelt, dass der Automatenhersteller und der Gesetzgeber Interesse an der "Gesundheit" bzw. am "Spieltrieb" der Spieler hat.
Eben vorgegaukelt, denn in Wahrheit interessiert doch nur jede DM bzw. jeder Euro.....


muenze: Das allerdings ist die bittere Wahrheit. In Wirklichkeit wird die Spielpause in der Regel zweckentfremdet. Der Spieler wird dazu anmiert, die Geräte bis zur Spielpause zu spielen, weil es dann Vergütungen gibt und sogar Chancen auf höhere Gewinne locken. Dies ist sogar in den Merkur-Spielotheken bundesweit gängige Praxis (Bingo-Spiel m. Winner´s Card). Aber was solls... Ich kann dazu nur sagen: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Solange man weis, wie weit man gehen kann (sprich: wie viel Spielen man sich orientiert an seinen eigenen Verhältnissen leisten kann), dann ist das halb so wild.