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Zinkfrass

 

Problem 1:
Die Oxydation betrifft vor allem Zinkteile die bis Ende der 60iger hergestellt wurden, wegen der teilweise ungenauen Legierung. Später wurde die "Urlegierung ZAMAK" entsprechend verändert und genormt.

Die Oxydation wird ausgelöst durch große Temperaturschwankungen (Dachboden, Kondensatbildung) bzw. hoher Luftfeuchtigkeit (Keller) und den verwendeten säurehaltigen Schmiermittel. Viele alte GSG verschwanden nach der regulären Nutzung oft auf dem Dachboden oder im Keller, bis ein Sammler sie gefunden hat.

Problem 2:
Auch bei sind bei den alten GSG-Teilen im Material sehr häufig Fehlstellen (Hohlräume im Inneren) vorhanden und die Oberfläche sieht wie eine Kraterlandschaft aus. Sannungsrisse bei Belastung sind die Folge.

Das Bild zeigt eine Schlageinrichtung vom Triumpf Bj.1950, wenn man nichts dagegen unternimmt:

zinkpest1

Doch man kann den Prozess aufhalten. Ich demontiere bei alten GSG sämtliche Zinkdruckgussteile (bei einen Wulff-Banditen ist das ein Zerlegen in alle Eintelteile). Die Oberfläche wird zuerst komplett entfettet (Motorkaltreiniger, einige nehmen die Spülmaschine in der Küche + Acetonbad + trockenblasen mit Druckluft). Darauf erfolgt die Reinigung mit einer Minidrahtbürste im Dremel. Die gereinigen Stellen nach Möglichkeit nicht mehr mit den Fingern berühren. Die Konservierung erfolgt in einem Ballistolbad über Nacht.
Das folgende Bild zeigt eine Wulff-Maschine, die ich vor etwa 4 Jahren überholt habe und seitdem im Wohnzimmer hängt:

zinkpest2

Das mit 1 gekennzeichnete Teil war nicht mehr zu retten bzw. fehlte. Hier hilft nur ein Nachguss. Eine kurze Beschreibung dazu auf meiner Seite .

 

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