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Geldspielautomaten-Technik 1961

 

 

 

 

Wie funktionierten Geldspieler Anfang der Sechsziger?

 

 

Ideal2Die Technik beim Rotomat Ideal 1961. Auf den Walzen (4) wurden lediglich die Kugelhäften entfernt plus Anpassung der Auszahlung mit der Nockenwalze (2). Der Trafo (9) ist nur für Speisung der Beleuchtung zuständig. Das Foulrelais (8) verhindert eine Auszahlung bei einer Stromunterbrechung während des Spielalbaufes.

Bei einen Kontakt des Mikroschalters vom Münzprüfer wird der Motor (1) gestartet. Dieser treibt über ein aufgesetztes Getriebe die Nockenwelle (2) und die Hauptwelle (3) an. Die Walzen (4) rotieren. Der erste Kontakt auf der Nockenwalze (2) sichert die Selbsthaltung während des Spielablaufes. Nach einigen Sekunden wird über den zweiten Kontakt auf der Nockenwalze der rechte Bremsmagnet (5) ausgelöst zum Stoppen der ersten Walze + Freischaltung zum zeitbegrenzten Nachstarten über Taste 1. Das Stoppen und Starten erfolgt mechanisch über die Kupplungen auf der Hauptwelle (3). Nach dem Stoppen aller drei Walzen erfolgt die Auswertung der Gewinnabtastung (6). Im Gewinnfall erfolgt eine Auszahlung durch den Magneten (7).

Neu ist auch der Beleuchtungsschalter. Hier hatte der Aufsteller die Möglichkeit den Automat ohne Licht zu betreiben im Leerlauf. Der Beleuchtungsschalter war entweder in der Blende vor dem Lampentrafo (9) eingebaut oder oben im Gerätegehäuse. Vielfach wurde er vom Aufsteller entfernt.

 

Ideal3Rechtes Bild: Oft ist der alte Reibebelag brüchig oder nicht mehr vorhanden. Als besten Ersatz eignen sich die Reibebeläge vom automatenarchiv. Links im Bild der Pfeil 1. Zwischen den zwei Kupplungsscheiben (2) gehört kein Fett oder Öl. Nach Tausch der Reibebeläge muss noch der Abstand der Schleifkontakte (3) zur Kontaktscheibe auf etwa 1,5mm justiert werden.


Auch sonst ist die Maschine ziehmlich wartungsfreundlich. Alle Testläufe und Reparaturen sind im ausgebauten Zustand möglich. Noch ein Sicherheitshinweis: Für die gesamte Spielsteuerung wird die Netzspannung (220V) verwendet. Ich benuzte für solche Arbeiten einen Trenntrafo und entsprechendes zugelassenes Elektrowerkzeug.