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Gauselmann Firmenportrait

gauselmann_die_spielemacher Die Geschichte der Gauselmann Gruppe ist eng mit der ihres Gründers Paul Gauselmann verknüpft, der bis heute entscheidend die Geschicke des Unternehmens prägt und gestaltet. Dabei war anfangs nicht abzusehen, dass der Mann, der heute aus Respekt und Achtung auch schon einmal als „Automatenpapst“ oder „Deutschlands Automatenkönig“ bezeichnet wird, einmal einer der weltweit führenden Anbieter von Unterhaltungsspielgeräten mit und ohne Geldgewinn wird. Dabei geholfen haben ihm sicherlich seine westfälischen Charaktereigenschaften wie Fleiß, Mut, Ausdauer, unternehmerische Weitsicht, der Blick für das Wesentliche und das für alles nötige Quäntchen Glück.


1957 – Die Geburtsstunde des Unternehmens

Zunächst hatte der am 26. August 1934 in Borghorst bei Münster (Nordrhein-Westfalen) geborene Paul Gauselmann den Beruf des Fernmelderevisors gelernt und ausgeübt.

Gauselmann_Paul3Ein Freund arbeitete in einer Automatenfirma und erzählte ihm Mitte der Fünfziger Jahre von den guten Verdienstmöglichkeiten in dieser Branche und weckte damit die Aufmerksamkeit von Paul Gauselmann. Dies hatte zur Folge, dass es 1956 zu einem Arbeitsplatzwechsel zu einem Automatenunternehmen für Musikboxen kam. 1957 traf Paul Gauselmann dann den weitreichenden Entschluss, neben der Arbeit selbstständig Musikautomaten aufzustellen. Das war die Geburtsstunde für das spätere Automatenimperium.

Trotz der erheblichen Arbeitsbelastung und der langen Arbeitstage fand der Jungunternehmer immer noch Zeit für sein Hobby: Das Tüfteln. Er entwickelte u. a. eine Fernwahlbox für deutsche Musikboxen – sein erstes von bis heute 300 eigenen Patenten. Keine zehn Jahre später, 1964, wagte Gauselmann dann den Schritt in die vollständige unternehmerische Selbstständigkeit, damals bereits mit 15 Angestellten.


Wichtige Marksteine in der Unternehmensgeschichte

Ein wichtiger Markstein des unternehmerischen Erfolges war in der damals noch jungen Unternehmensgeschichte die „Erfindung“ der modernen Spielstätte in Form der Merkur-Spielotheken; die erste wurde 1974 in Delmenhorst eröffnet. Mit rund 200 eigenen Merkur-Spielotheken in Deutschland entwickelte sich in den darauffolgenden 30 Jahren bis heute die größte nationale Spielstättenkette, die zusätzlich auch noch mit 70 Outlets unter dem Namen Merkur Casino in neun europäischen Ländern (Niederlande, Tschechien, Ungarn, Spanien, Rumänen, Slowakei, Österreich, Kroatien, Bulgarien) vertreten ist.

SpielothekEin weiterer prägender strategischer Entschluss für die Zukunft der späteren Gauselmann Gruppe war es, nicht nur Händler und Betreiber von Geld-Gewinn-Spiel-Geräten (GGSG) zu sein, sondern vielmehr selber Spielgeräte zu entwickeln und zu produzieren. Mit dem „Merkur B“ kam dann 1977 das erste eigene Gauselmann Geld-Gewinn-Spiel-Gerät auf den Markt und eroberte vom Start weg die Branche. Der „Merkur B“ war gleichsam das Synonym des unaufhaltsamen Aufstieges der Gauselmann Gruppe. Schon wenige Jahre später ist die Unternehmensgruppe unangefochtener Marktführer in Deutschland und europäischer Branchenprimus. Um diese Position zu sichern, war es für die Gauselmann Gruppe immer ein oberstes Gebot, auch in Sachen Qualität Maßstäbe zu setzen. So ist das Unternehmen als einziges in der Branche TÜV-geprüft. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 für Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service ist Ausdruck für das herausragende Qualitätsmanagement des ostwestfälischen Familienunternehmens.

1980 wurde schließlich die Gauselmann AG als Holding mit zentralen Dienstleistungen für viele der in der Zwischenzeit entstandenen Unternehmen gegründet.

Die Unternehmensgruppe wird Global Player

Mit der Entscheidung, auch die internationalen Märkte für Spiele und Technologien „made by Gauselmann“ zu begeistern, begann sich Anfang der Neunziger die Unternehmensgruppe strategisch neu auszurichten. Mit der Gründung der Tochterfirma Atronic und dem Einstieg in das internationale Casinogerätegeschäft starteten 1993 die globalen Aktivitäten der Gauselmann Gruppe. Als einziges deutsches Unternehmen verfügte Atronic über Herstellerlizenzen für den wichtigen amerikanischen Casinomarkt in Nevada. Im Mai 2008 ist das Gauselmann-Tochterunternehmen Atronic komplett in die Verantwortung des amerikanischen Lotteriesystemanbieters GTECH, mit der seit 2005 eine Kooperation bestand, übergegangen.

MerkurB

Die Gründung von Atronic kann als Initialzündung für die konsequente Globalisierung der ostwestfälischen Unternehmensgruppe gewertet werden. Ein weiteres neues und wichtiges Geschäftsfeld ist das Sportwettgeschäft. Das Tochterunternehmen Merkur Interactive erhielt im Dezember 2006 den Zuschlag für 76 Wettbüros, 157 Wettannahmestellen für den Bereich Norditalien und eine Lizenz für das internetbasierte Spiel in ganz Italien.

Branchenpolitisches Engagement

Seit vielen Jahren widmen sich Familienmitglieder auch der Verbandsarbeit. Paul Gauselmann ist seit 1981 Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Automatenindustrie e. V. (VDAI). Michael Gauselmann hatte gemeinsam mit jungen Aufstellunternehmern 1990 das „FORUM Junger Automatenunternehmer in Europa e.V.“, das heutige „Forum für Automatenunternehmer in Europa e.V.“, gegründet.

Gesellschaftliches Engagement

Die Unternehmerfamilie Gauselmann bekennt sich seit vielen Jahren zu ihrer sozialen Verantwortung. So unterstützt sie z. B. den Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke, den Tennisverein Espelkamp, die „Deutsche Schlaganfall-Stiftung“, das Kaiser-Wilhelm-Kulturdenkmal und viele weitere sportliche, kulturelle, ökologische und soziale Projekte.

FunnylandZu seinem 65. Geburtstag rief Paul Gauselmann darüber hinaus die Gauselmann Stiftung mit einer Million DM Grundkapital ins Leben. Durch Zustiftung verfügt sie heute über ein Stiftungskapital von drei Millionen EURO. Für sein vielfältiges soziales, kulturelles und sportliches Engagement sowie für seine Verdienste um die deutsche Automatenwirtschaft bekam Paul Gauselmann 1993 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Rund ein Jahrzehnt später wurde der ostwestfälische Unternehmer auf Vorschlag des damaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement im Zuge der Höherstufung mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau ausgezeichnet. Darüber hinaus haben die Städte Espelkamp und Lübbecke Paul Gauselmann anlässlich seines 70. Geburtstages jeweils die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Das Geschäftsjahr 2008 - Führende Position in Deutschland konnte behauptet werden

Trotz des anhaltenden Wettbewerbsdrucks neuer, internationaler Hersteller auf dem deutschen Markt konnte die Gauselmann Gruppe ihre Position als das führende Unternehmen im Bereich elektronischer Unterhaltung mit und ohne Geldgewinnmöglichkeit auch 2008 behaupten. Vor allem das in 2008 vorgestellte neuartige Multigame-Konzept mit dem Namen „Merkur Ideal“, eine einzigartige, variable Gerätegrundeinheit als Plattform für verschiedenste Softwarepakete mit bis zu 60 Spielen, bewies sich als erfolgreich und konnte so Marktanteile zurückgewinnen.

Bei einem gesamten Geschäftsvolumen von über einer Milliarde EURO lagen die addierten, konsolidierten Umsätze der verschiedenen Unternehmensbereiche im Geschäftsjahr 2008 bei insgesamt 886 Millionen EURO.

Die Kopfzahl der Beschäftigten stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 5.325 (2007: 4.996). Auf Deutschland entfielen dabei 4.179 Stellen. 114 junge Menschen befanden sich zum Ende des Geschäftsjahres 2008 bei Unternehmen der Gauselmann Gruppe in einer Berufsausbildung. Diese hohe Anzahl an Auszubildenden ist darauf zurückzuführen, dass es seit dem 1. Januar 2008, nach jahrelangem Ringen, zwei eigene branchenspezifische Ausbildungsberufe in der Automatenwirtschaft gibt: den/die Automatenfachmann/-fachfrau und die Fachkraft (m/w) für Automatenservice. Die familiengeführte Unternehmensgruppe stellte zum 1. August 2008 38 junge Menschen zusätzlich für diese neuen Ausbildungsberufe ein. Somit gingen im August/September 2008 insgesamt 69 Auszubildende bei der Gauselmann Gruppe an den Start. Dies kann ohne Zweifel als Meilenstein in der über 50-jährigen Historie des Unternehmens bezeichnet werden.

Auch 2009 wird die Gauselmann Gruppe sich auf ihre eigenen Stärken und Kernkompetenzen konzentrieren und die unternehmerische Kraft wirkungsvoll nutzen, um die verschiedenen Marktsegmente national und international, derzeit in rund 60 Ländern und an vier Produktionsstandorten, weiter voranzutreiben.

www.gauselmann.de