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Das Wichtigste über Spielabläufe

 

RegentWas ist ein Risikospiel, was sind Jackpots, was Sonderspiele? Alles geläufige Begriffe aus dem Alltag des Automatenaufstellers! Zu selbstverständlich, um gegebenenfalls nachzufragen. Darum geben wir hier einige allgemeine Erläuterungen.

Der gesamte Spielablauf, einschließlich der gesetzlichen Rahmenbedingungen, werden von einem Mikroprozessor und einer umfangreichen Software gesteuert und kontrolliert. Bei Spielbeginn wird der Spieleinsatz vom Geldspeicher subtrahiert. Zur Verdeutlichung der Subtraktion wird für jedes Geldstück ein „Knackimpuls" erzeugt und zum Lautsprecher gegeben. Die dem Geldspielgerät zugeordneten Rotationskörper werden in Bewegung gesetzt, während die Einlaufposition der Maschine durch einen Zufallsgenerator ermittelt wird.

 

 

Der erste Umlaufkörper bleibt in der vorbestimmten Rastposition stehen. Dieser Zeitpunkt wird als „Nachstartphase" bezeichnet und dem Spieler durch Leuchtsignale angezeigt. Wird die „Start-Taste" betätigt, wird eine neue Einlaufposition der Maschine ermittelt und der erste Umlaufkörper zu einem neuen Start veranlaßt.

 

Nach dem zweiten Lauf des ersten Rotationskörpers werden nacheinander die„ Stopp-Phasen" der folgenden Walzen oder Scheiben optisch durch Leuchtsignale angezeigt. Eine Betätigung der „Stopp-Tasten" ergibt eine Laufzeitverkürzung des Rotationskörpers.

Befinden sich in den Sichtfenstern der Maschine Symbole, die zu einem Gewinn führen, wird dieser im Scheibentransparent ausgespielt oder nur als Gewinnfeld gesetzt und zum Risiko angeboten.

Der erreichte Gewinn kann riskiert oder angenommen werden. Je nach Situation und Spielsystem besteht die Möglichkeit der Teil- oder Gesamtgewinnübernahme.

Ist nach dem beschriebenen Spielablauf-bekanntlich beträgt die Spielzeit mindestens 15 Sekunden -noch Kredit auf dem Geldspeicher, wird ein neues Spiel mit neuen Chancen gestartet.
Die Rückgabe der noch auf dem Speicher vorhandenen Geldbeträge ist zu jedem Zeitpunkt möglich. Ausgezahlt wird am Ende des laufenden Spieles.

Wie bekannt, muß ein Geldspielgerät durchschnittlich mindestens 60 Prozent der Einnahmen wieder auszahlen. Das heißt aber nicht, daß von jedem Zehn-Mark-Betrag, die eingezahlt wurden, auch ein Gewinn von sechs Mark entsteht. Die 60 Prozent Auszahlquote basiert natürlich auf einer viel größeren Spielezahl.

Wird an einem Geldspielgerät, ohne durch Betätigungen derTasten ins Spielgeschehen einzugreifen und ohne das Automatikprogramm aufgerufen zu haben, gespielt, so nennt man dieses „Blindspiel".

Durch Nachstarten des ersten Rotationskörpers nach dem ersten Walzenstopp kann der Spielgast versuchen, die für ihn besten Kombinationen (zum Beispiel Seriensymbole) zu erreichen. Da spricht man von einem Bestspiel.

Werden Gewinne riskiert, geschieht dieses im Regelfall im Verhältnis Gewinn/Verlust von 50 : 50.
Sollte in einem Spielsystem ein anderes Risikoverhältnis programmiert sein, wird dieses im Scheibentransparent deutlich gekennzeichnet.
Um im Spiel Symbole zu bekom-
men, die zu einem höheren Gewinn führen, gibt es die Möglichkeit des Nachstartens. Dieser Zeitpunkt wird durch Leuchten des Transparents „Spiel starten" angezeigt.

Der erste Rotationskörper (Walze/ Scheibe) kann nach dem erstmaligen Anhalten durch den Spieler neu gestartet werden. Bei bestimmten Symbolen des Rotationskörpers ist kein Nachstarten möglich. Dieses ist jedoch abhängig vom jeweiligen Spielsystem des Geldspielgerätes.

Direkt einlaufende Gewinne werden automatisch auf die entsprechenden Felder der Leitern gesetzt oder auch durch ein Roulette ausgespielt und anschließend zum Risiko angeboten.
Das Risikospiel kann durch die Tasten „Teil-"oder"Volle Gewinn-Übernahme" die in dieser Spielphase leuchten, abgebrochen werden.

Der erreichte Gewinn, ob Geldbeträge oder Sonderspiele, wird, bevor das neue Spiel gestartet werden kann, auf die entsprechenden Speicher verbucht.

Bei bestimmten Gewinnkombinationen kann zwischen „Teil-GewinnÜbernahme" und „Volle GewinnÜbernahme" gewählt werden. Ausspielung bedeutet, daß nach Einlauf einer bestimmten Gewinnkombination der Gewinn nicht direkt gegeben wird.

In einem besonders zugeordneten Bereich der Frontscheibe wird der tatsächliche Gewinn über eine Ausspielung ermittelt.

Erreichbare Gewinne sind nicht gleichwertig, sondern mit Wahrscheinlichkeitswerten versehen - eine vollständige Ausspielung umfaßt 1000 Promille.

Befinden sich in den Risikoleitern Ausspielmöglichkeiten, führt hier eine Gewinnkombination aus den Spielscheiben zu einer Ausspielung. Dann wird der eingelaufene Gewinn garantiert. Das heißt, der Spielgast kann sich durch die Ausspielung, die durch einen Geldgewinn erreicht wurde, nicht verschlechtern.

Eine andere Variante, die der Spielgast aber selbst bestimmen kann, ist die zusätzliche Ausspielung in Verbindung mit einer Start-Taste. Wie dann in der Risikoleiter zu sehen, wird dem Spielgast bei Erreichen von sechs Sonderspielen (durch Risiko oder Ausspielung) die Möglichkeit gegeben, durch Betätigen der StartTaste eine neue Ausspielung aufzurufen.

Im allgemeinen wird beim Risikospiel ein direkt einlaufender oder durch eine Ausspielung erzielter Gewinn mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit auf „Doppelt oder Nichts" riskiert. Das Verhältnis von Gewinn zu Verlust steht zueinander im Verhältnis eins zu eins. Bei anderen Wahrscheinlichkeiten ist dieses am Gerät angegeben. In verschiedenen Fällen (abhängig vom Spielsystem) wird ein sogenannter Risikorestgewinn gegeben. Bei einem verlorenen Risikospiel bleiben zum Beispiel von riskierten 40 Sonderspielen 10 Sonderspiele übrig.

Der Höchstgewinn, der über das Risikospiel erzielt werden kann, ist auf 50 Sonderspiele begrenzt. In einem Spiel kann maximal bis zu zehnmal riskiert werden.

Auf unterschiedlichste Weise können sogenannte Sonderspiele gewonnen werden. Vom jeweiligen Spielsystem abhängig besteht zum Beispiel die Möglichkeit, aus dem Risikospiel Jackpoteinrichtungen oder auch direkt aus den Gewinnkombinationen der Maschine Sonderspiele zu erreichen. Die sich ergebenden Spielfeatures sowie die serienauslösenden Kombinationen müssen aus der Scheibengrafik ablesbar sein.

„Bei Serienspielen, die in einer laufenden Serie gewonnen werden" darf die Summe der Sonderspiele 200 nicht überschreiten.

Jackpots sind im allgemeinen Zusatzeinrichtungen, die bei speziellen Kombinationen oder Situationen aufgefüllt werden. Die Darstellungsmöglichkeiten sind vielfältig.

Mit Erreichen bestimmter Zählerstände oder Gewinnfelder auf dem Gewinnplan werden zusätzliche Gewinne erzielt. Diese Zusatzchancen sind gerätespezifisch und variieren je nach Spielsystem.

In einigen Spielsystemen gibt es ergänzende Ausspielungen. Auch diese Möglichkeit ist dann in der Scheibengrafik herausgestellt und durch eine zusätzliche Taste gekennzeichnet.

Freispiele sind die jüngste Variante unter den Spielereignissen. Gewonnene Freispiele sind keine Gewinne im ursprünglichen Sinn,weil keine ersatzweise Auszahlung in Geld angeboten wird. Besonderheit ist deshalb aber auch, daß sie nicht als geldwerter Vorteil für den Spieler behandelt - sprich für die Mehrwertsteuer herangezogen werden.

 

aus dem AutomatenMarkt 4/92