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Rotamint Jackpot (1978)

 

Trotz des großen Erfolges des neuen Goldene 7-Spielsystems (dafür sprachen die hohen Auflagenzahlen) wurde scheinbar aber auch schnell klar, dass wenigstens zu diesem Zeitpunkt eine Rotamint ohne Lichtjackpot irgendwie nur eine halbe Rotamint war. Zumindest war sie offenbar eine Rotamint, der etwas fehlte. Die Lösung brachte das dritte Rotamint-Modell in ein und dem selben Jahr, die Rotamint Jackpot. Eine Kombination aus dem kompletten neuen Goldene 7-Spielsystem und einem Spielsystem mit Lichtjackpot


Das Gerät in einem blau-lila Ton, dessen Frontscheibe zu einem großen Teil aus Verspiegelungen besteht, zeichnet sich durch eine enrome Farbvielfalt aus.

 

Die neuen bunten durchleuchteten Spielscheiben erzeugten offenbar eine solch positive Resonanz, dass bei der Jackpot gleich noch "einer oben drauf gesetzt" wurde, denn sie haben bei der Rotamint Jackpot eine orangefarbene Hintergrundfarbe und erstmals haben auch alle Gewinnbeträge eine eigene Farbe (die 2,50 DM sogar zweifarbig...). Die Anzeigetafel ist in dem blau-lila Ton, die Serienverlängerungsleiste wurde komplett mit allen Werten von der Goldene 7 Record übernommen (allerdings mit leichten Farbabweichungen).


Auch das Goldene 7-Spielsystem wurde komplett übernommen, wobei der vertraute Joker anstelle der Goldene Sieben auf der mittleren Spielscheibe sein zweites Comeback feiern durfte. Demnach können bei der Jackpot auch wieder alle Gewinne durch zweimal den gleichen Betrag plus Joker erreicht werden. Der Gewinnplan für die Sonderspiele wurde von der linken auf die rechte Seitenscheibe verlegt, da die Lichtanzeigen für den Jackpot wie früher auf der linken Seitenscheibe positioniert wurden. Der "variable" Sonderspielgewinn bei einer bestimmten Siebener-Kombination durch die Licht-Wechselanzeige auf der rechten Scheibe entfällt, für die entsprechende Kombination wurde ein fester Wert von 10 Sonderspielen festgelegt.

 

 

Der Jackpot-Gewinnplan. Drei oder vier Felder in einer Reihe erleuchtet ergeben unabhängig von der Position 3 bzw. 5 Sonderspiele. Bei einer 5er-Reihe hingegen gibt es je nach Anordnung 10, 20, 50 oder 100 Sonderspiele

 

Der Dynamische Jackpot. Im Gegensatz zu den klassichen Lichtleisten-Jackpots genügen hier bereits drei zusammenhängend erleuchtete Felder zur Auslösung von Sonderspielen

 

Gerade in Hinblick auf die unterschiedlichen Gewinne bei fünf untereinander beleuchteten Feldern lässt sich durch gezieltes Nachstarten ungewünschter Gewinnbeträge ein taktisches Spiel aufbauen (z. B. um zu verhindern, dass ein schwer zu erreichender Gewinn vorzeitig durch eine 3er- oder 4er-Lichtkombination gelöscht wird). In all den Jahren intensiver Spielpraxis hat sich dabei für mich herauskristallisiert, das insbesondere die 60 Pfennig-Kombination ein hoher "Störfaktor" beim Aufbau der obersten 5er-Kette für 50 Spiele darstellt. Einmal nicht aufgepasst und die "60" nicht nachgestartet (und oft kommt sie ja auch trotz Nachstart erneut im zweiten Lauf der ersten Spielscheibe), und schon gibt es drei Sonderspiele und alles ist dahin... Das erreichen der 100er-Kombination durch den Jackpot ist in der Praxis wohl kaum zu schaffen, da die 40 Pfennig als letzter Gewinn erscheinen muss und darüber hinaus die Lichtfelder mit den Gewinnbeträgen "30" und "80" aus bleiben müssen, um nicht durch 3er- oder 4er-Kombinationen die bereits erleuchteten und benötigten zu löschen. Mir ist es in über 15 Jahren Spielerfahrung an der Jackpot nicht einmal ansatzweise gelungen...

 

 

 

Alle Serien-Gewinnkombinationen von Goldene 7 und Goldene 7 Record gibt es (teilweise mit leicht herabgesetztenWerten) in vollem Umfang auch bei der Rotamint Jackpot...

Im Grunde genommen handelt es sich bei der Jackpot um eine Goldene Sieben Record mit zusätzlichem Lichtjackpot. Daher wurden wegen der höheren Gewinnerwartungen durch den Jackpot einige Sonderspielkombinationen "abgewertet", z. B. werden für einige der 50er-Kombinationen nur noch 30 Sonderspiele gegeben und bei den Kleinserien wurde eine von 5 auf 3 gekürzt und etliche 3er-Serien in 2er-Serien geändert. Auch die Kombination zum Auslösen der großen Serienverlängerungen in der oberen Zeile der 9er-Leiste ist nur noch einmal statt bei der Goldene Sieben Record zweimal über die 1728 Stellungen der Spielscheiben zu erreichen.

Eine Neuerung bei der Rotamint Jackpot waren auf der Frontscheibe die zusätzlichen Anzeigen für die Zeitpunkte der Betätigungsmöglichkeiten zum Starten und Stoppen der Spielscheiben. Zweckmäßigerweise befindet sich links neben den Spielscheiben ein "Start"- und rechts von ihnen ein "Stop"-Leuchtfeld. Diese Felder leuchten synchron mit den entsprechenden Leuchtsignalen der Kombi-Taste auf. Dies war in Hinblick auf die Tatsache, dass die Taste, nachdem sie 1976 zwischen die Auszahlschalen verlegt wurde etwas aus dem Blickfeld des Spielers verschwand, eine sehr gute Idee. Denn die Taste ist so weit "Abseits" vom Spielgeschehen, dass man bei den Geräten Exquisit Royal, Royal Super, Goldene 7 und Goldene 7 Record nur die Wahl hat, seine Aufmerksamkeit in erster Linie des Aufleuchtens der Taste zu widmen (worunter jedoch der Spielgenuss ernorm leidet) oder aber "nach Gefühl" nachzustarten und zu stoppen. Durch die Leuchtsignale direkt neben den Spielscheiben wurde dieses Manko glücklicherweise beseitigt.

 

 

Die Spielscheiben sind seit der Rotamint Jackpot besonders
farbenfroh gestaltet. Jeder Gewinnbetrag hat seine eigene Farbe..
.

 

 

Die 9er-Doppel-Verlängerungsleiste ist exakt die selbe wie beim
Vorgängermodell Goldene 7 Record, lediglich die Farben wurden
teilweise verändert. Allerdings gibt es nur noch eine Kombination,
welche zur Auslösung der großen Verlängerungen in der oberen
Zeile führt. Somit sank die Wahrscheinlichkeit hierfür von 2:1726
auf 1:1727. Dafür gibt es bei der Rotamint Jackpot durch den
dynamischen Jackpot aber anderweitig noch häufiger Sonderspiele.

 

 

...Natürlich darf dabei die 100er Direktserie nicht fehlen