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Jackpot-Leitern

Viele Geräte seit den Sechzigern bis ins neue Jahrtausend verwendeten Lichtleitern als Jackpotsysteme. Unterscheidungsmerkmal zu anderen Spielsystemen soll sein: Wenn der Jackpot gefüllt ist, wird automatisch ein Gewinn gegeben. Dieser (unvollständige) Beitrag soll sie vorstellen.

 


Fortuna2

Fortuna (NSM-Löwen, 1968)

Die erste Lichtleiter von NSM erschien 1968 bei der Rotamint Fortuna. Stilsicher zum Schornsteinfegermotiv als Leiter.

Die mittlere Leiste schaltet bei jedem Nichtgewinn ein Feld höher. Ein Gewinn hingegen löscht alle bis dahn erleuchteten Felder.

Wird das letzte Feld, der Schornsteinfegerhut, erreicht, gewinnt der Spieler 30Pf.

"10 Spiele in der goldenen Serie" werden bei 7-7-7 gewonnen, in der jeder Gewinn auf 2 DM erhöht wird. Auch in der Serie ist die Lichtleiter aktiv. Wird 10 Spiele lang nicht gewonnen, zahlt das 10. Feld 2 DM und die Serie startet neu!

 

Ergänzung von muenze: Dieser Umstand ermöglichte eine besondere Spielstrategie: Wurde nach Ablauf der hälfte der Serie noch kein Gewinn erzielt, so konnte der Spieler versuchen, durch gezieltes Wegstarten häufig erscheinender Zahlen auf der linken Spielscheibe zu verhindern, dass auch in den nächsten fünf Spielen ein Gewinn gegeben wird und er somit eine neue Serie erhält. Ärgerlich für den Spielgast ist dann nur, wenn dann ausgerechnet im letzen oder vorletzen Spiel dann doch noch ein einziger 2 DM-Gewinn gezahlt wird. Dann hat die Serie gerade einmal 2 DM gebracht. In diesem Falle war Fortuna dann ganz offensichtlich einmal nicht auf der Seite des Spielgastes...

Fortuna1

 

(Autor: Esteka)


Super-Sieben (NSM-Löwen, 1968)

 

Ein weiteres Gerät von NSM mit einer Jackpotleiter war der Super-Sieben von 1968. Den Buchstaben waren keine bestimmten Gewinnbeträge zugeordnet.

Jede 1 DM Kombination (111, 113, 555 und 556) füllte einen der 4 Buchstabenabschnitte:

 

 

SU

PER

SIE

BEN

 

Also eine umgekehrte Leiter, die von oben nach unten zählte.

War die Jackpotleiter gefüllt, gab es 10 Freispiele, in denen jeder Gewinn auf 1 DM erhöhrt wurde.

Die Super-Sieben erschien zunächst als 10Pf Gerät. Kurze Zeit danach erschien eine Version mit variblem Spieleinsatz, bei welcher wahlweise wie bisher mit 10 Pf oder - neu - mit 20 Pf (bei doppelter Gewinnauszahlung) gespielt werden konnte (eine Einsatzveränderung während einer laufenden Serie war dabei natürlich nicht möglich) Später wurde von NSM der Umbau der reinen 10 Pf-Super Sieben auf reine 20 Pf-Super Sieben angeboten.

 

(Autor: Esteka)



Trianon (Wulff, 1973)

Wulff beteiligte sich 1973 an dem Spiel mit Lichtleitern. Der Trianon folgte dem erfolgreichen Monarch. Eine 10-feldrige Lichtleiter schaltete bei Wappen auf der mittleren Walze ein Feld höher. Mit Erreichen des Zielfeldes wurden 2 DM gewonnen.

Der Trianon hatte auf der mittleren Walze statt der Zehnerteilung des Monarch eine Zwölferteilung, so dass das Wappen in 120 Spielen 10mal zu erwarten ist und den Bonus auslöst. Mit 24 DM Einsatz also ein Gewinn von 2DM, somit machte die Leiter 8,5% Auszahlung aus. Zur Kompensation der Auszahlquote lest den hochinterssanten Beitrag von Elias im Forum hier.

Trianon2 Trianon1

(Autor: Esteka)


Stern-Super (Hellomat, 1974)

stern-super_leiste_0

Der Hellomat Stern-Super (1971, 20 Pf-Spiel) verfügte ebenfalls über eine sich von oben nach unten aufbauende Lichtleiter. Neben dem Hauptgewinnsymbol "Stern" gab es hier auch noch das Symbol "Saturn" auf den Walzen. Zeigen alle der Walzen nach Stillstand der Walzen den Saturn in den Ablesefenstern, so werden 2,- DM gegeben und ein weiteres der vier blauen Felder auf der linken Seite der Frontscheibe leuchtet auf. Sind bereits alle 4 blauen Felder erleuchtet, so werden 10 Sonderspiele gegeben und die Lichtleiter wird gelöscht.

(Autor: muenze)

 

Der Stern-Super erschien auch in der altdeutschen "Scheibenvariante" Schachturnier:

Schachturnier

 

(Esteka)


 

Golden Bell (Bell-Fruit, 1976)

golden_bell

 

Über eine von links nach rechts verlaufende Licht-Leiter verfügte der Nova Golden Bell (1976) der Firma Bell-Fruit. Wird hier von den Spielscheiben 1,50 - Glocke - 1,50 angezeigt, so wird eine weitere Glocke beleuchtet.

golden_bell_leiter

 

Leuchten alle sechs Glocken, so werden 20 Sonderspiele gegeben (im übrigen handelt des sich hierbei um den Höchstgewinn dieses Gerätes) und die Leiter wird gelöscht.

(Autor: muenze)

 



Senator (Bally-Wulff 1979)

Der Senator hat gleich vier Jackpot Lichtleitern.

Senator4 Senator5

Zwei gleichfarbige Pfeile auf den linken und rechten Walze lassen den entsprechenden Jackpotpfeil Richtung Mittelfeld wandern. Dort werden fünf Sonderspiele gewonnen. Im Gegensatz zu den Vorläufern von Bally Wulff, z.B. den Rex, werden diese 5 Sonderspiele nicht auf einem extra Zähler (ohne Verlängerungsmöglichkeit) abgespielt, sondern auf dem regulären Sonderspielzähler, in dem im letzten Spiel bei Joker 10 Spiele dazugewonnen werden können.

Die Lichtleitern sind beim Senator deutlich attraktiver als die Lichtjackpots, die in diesem Beitrag vorgestellt werden, und bieten spannenden Spielspass.

Senator3

 

(Autor: Esteka)

 


 

Hellomat Quarta (Busch, 1980)

quarta

Der Hellomat Quarta verfügt über eine Lichtleiter, welche sich horizontal - von links nach rechts - in
drei Stufen aufbaut. In Unabhängigkeit von den Stellungen der beiden linken Walzen wird in der
Lichtleiter ein weiteres Feld beleuchtet, wenn die rechten beiden Walzen die Krone anzeigen. Sind
alle drei Felder erleuchtet, werden 3 Sonderspiele gegeben und die Leiter erlischt.

quarta1

quarta2

 

(Autor: muenze)

 



Ergänzungen und Korrekturen sind erwünscht!

Das verwandte Feature Lichtleiste wird in diesem Beitrag vorgestellt.

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