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Wissenswertes

Rotamint Doppel-As (1974)

Als "Nachzügler" kam ein Jahr später dann noch die Rotamint Doppel-As. Eine Rotamint mit Jackpotsystem. Für den Insider ist es unübersehbar: Das Gerät diente eindeutig dazu, Bestandsreste von Teilen zu verbauen. Möglicherweise waren die Geräte zum Teil auch Umbauten. Daher ist die Rotamint Doppel-As wahrscheinlich auch das einzige NSM-Gerät der 70er Jahre, von welchem man behaupten kann, dass es sich um ein eher seltenes Modell handelt.

 

 

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Multi-Roulette (Playmont 1981)

Playmont_Multi_Roulette_1

Beim Playmont Multi-Roulette von 1981 fallen sofort 2 Dinge ins Auge:

1. Die ungewöhnliche Größe des Gerätes mit einer Höhe von 105 cm und einer Breite von 70 cm. Dass der Automat mit 48 kg trotzdem nicht viel mehr als ein normales Gerät dieser Zeit wiegt, liegt daran, dass fast der gesamte Corpus aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt wurde. Lediglich die Rückwand besteht aus einer·2 cm dicken Spanplatte. Die Fertigung wurde im Auftrag von Playmont von der Firma Zaccaria in der Schweiz durchgeführt.

2. Es ist eines der wenigen Geldspielgeräte mit Roulette-Kessel, bei dem tatsächlich alle roulette-typischen 36 Zahlen und die 0 gesetzt werden können. Darüber hinaus können wie beim richtigen Roulette auf halbe Chancen wie rot oder ungerade sowie auf Drittel-Chancen wie 1-12 oder „Dutzend-Reihen“ gesetzt werden. Lediglich auf 2er-, 3er-, 4er- und 6er-Zahlenkombinationen kann nicht gesetzt werden, sonst sind die Setzmöglichkeiten dem realen Roulette originalgetreu nachempfunden.

Kessel

Die Kugel wird durch ein Lauflicht simuliert und führt mit sattem·Sound bis zu 10 Umdrehungen durch.

TableauEine dritte Besonderheit fällt erst beim Spielen bzw. Setzen der Zahlen und Chancen auf: sie werden durch einfaches Tippen mit dem Finger auf Sensorfelder auf der Glasscheibe festgelegt. Für die damalige Zeit als es noch keine Touch-Screens gab, war das sicherlich eine kleine Sensation.

 

Technisches

- 30 Pf/Spiel

- Spieldauer: 15 Sek.

- elektronische Steuerung

 

Spielsystem

Normalspiele

Am Anfang eines jeden Spiels kann gesetzt werden. Wird nicht neu gesetzt, übernimmt das Gerät automatisch die vorherige Wahl. Während der ersten Spielphase kann noch neu gesetzt werden, indem die „Löschen“-Taste betätigt und eine andere Wahl getroffen wird. Nach etwa der Hälfte der Zeit bzw. Kugel-Umdrehungen leuchtet unterhalb des Kessels „nichts geht mehr“ auf und die Kugel kann mit der Stop-Taste gestoppt werden (natürlich stoppt sie in der Regel nicht dort, wo man gedrückt hat) oder sie läuft von selbst aus.

Halbe Chancen: rot, schwarz, pair (gerade), impair (ungerade), manque (Zahlen von 1-18), passe (19-36). Ein Gewinn bringt 30 Pf und lässt einen die Bonus-Leiter (siehe unten) um einen Schritt weiter erklimmen.

Drittel-Chancen: Zahlen 1-12, 13-24, 25-36 sowie die 3 Spalten unterhalb der Null mit jeweils einem Dutzend Zahlen. Ein Gewinn bringt 50 Pf und lässt wie bei den halben Chancen auf der Bonus-Leiter das nächste Licht angehen.

Zahlen 0-36: Kommt genau die Zahl, die man gesetzt hat, gibt es 2 DM und eine Ausspielung von Sonderspielen, genannt Multi-Chance. Hierbei werden mit unterschiedlicher Häufigkeit 3, 5, 10 oder 25 Sonderspiele gegeben (siehe Bild unten). 

Multi_Chance

BonusMulti-Bonus: Nach 15 Schritten auf der Bonus-Leiter gibt es eine Chance auf 1, 6 oder 13 Sonderspiele, die mit unterschiedlicher Häufigkeit ausgespielt werden (siehe Bild rechts).

Sonderspiele

In Sonderspielen wird standardmäßig auf halbe Chancen gespielt. Wird nicht selbst gesetzt wählt der Automat automatisch „rot“. Bei Gewinn werden 3 DM gegeben, wobei jeder Groschen mit einem Ton aufgezählt wird (auch sonst jeder Groschen-Gewinn).

Besonderheit: die „0“ ist immer mit gesetzt. Wird sie getroffen, wird die Serie um 5 Sonderspiele verlängert. Kommt sie gleich darauf noch einmal, kommen sogar noch mal 75 Spiele hinzu!

Risiko: Ist der Sonderspiele-Zählerstand auf 10 oder darunter kann riskiert werden. Es können sowohl halbe und Drittel-Chancen gesetzt werden als auch einzelne Zahlen. Folgende Regeln gelten:

Halbe Chancen: Die Anzahl der Sonderspiele auf dem Zähler wird verdoppelt, d.h. es können bis zu 10 Sonderspiele riskiert werden und maximal 10 hinzugewonnen werden.

Drittel-Chancen: Die Anzahl der Sonderspiele auf dem Zähler wird verdreifacht, d.h. es können bis zu 10 Sonderspiele riskiert werden und maximal 20 hinzugewonnen werden.

Zahlen: Es können maximal 3 Spiele riskiert werden. Bei Gewinn wird das 35-fache des Einsatzes gegeben, jedoch wird maximal auf 99 Spiele aufaddiert.

Nachteil: Die Anzahl der Sonderspiele, die riskiert werden, kann nicht selbst bestimmt werden. Sobald man auf die Risiko-Taste drückt, wird also die maximale Anzahl an Sonderspielen riskiert, die noch auf dem Zählerstand ist, d.h. bei halben und Drittel-Chancen werden immer alle Spiele auf dem Zählerstand (≤ 10) riskiert und beim Zahlenrisiko immer 3 Spiele, solange noch 3 oder mehr Spiele auf dem Zähler sind. Sind nur noch 1 oder 2 Spiele auf dem Zähler, werden eben diese riskiert und im Gewinnfall das 35-fache an Sonderspielen hinzu addiert. Kommt kein Gewinn ist der komplette Einsatz natürlich weg.

Spielstrategien

Eigentlich gibt es nur diese beiden Strategien: entweder man spielt auf Zahl und die Multi-Chance oder man spielt auf die halben bzw. Drittel-Chancen und den Multi-Bonus. Natürlich kann man auch abwechseln, aber die Chancen eine Zahl zu treffen werden dadurch nicht besser.

Chancen: Diese Strategie ist deutlich kurzweiliger, da natürlich mehr Gewinne kommen und man schneller im Sonderspielbereich ist. Spielt man auf die halbe Chancen dauert es theoretisch nur etwa 5 DM lang bis man die 15 Boni hat und eine kleine Ausspielung bekommt (man gewinnt in etwa jedem 2. Spiel einen Bonus sowie 30 Pf). Allerdings wird diese Strategie in den meisten Fällen nur mit 1 Sonderspiel belohnt.

Zahlen: Spielt man auf Zahl kann es mitunter lange dauern bis endlich mal die gesetzte Zahl kommt, d.h. das Geld geht relativ schnell weg und es passiert nicht viel. Kommt die Zahl winken dafür bei der Ausspielung bis zu 25 Sonderspiele, wobei meistens 3 oder 5 Spiele gegeben werden. Diese können natürlich durch glückliches Riskieren noch vervielfacht werden.

Plan

Fazit

Der Multi Roulette ist rein optisch schon mal sehr beeindruckend. Der große Roulette-Kessel mit der toll animierten Kugel ist einfach ein Hingucker und -hörer. Am allerbesten gefällt mir aber das Sensor-Tableau mit den einfach über leichten Fingerdruck zu setzenden Chancen. Eine tolle technische Raffinesse.

Das Spielsystem kommt zwar phasenweise etwas trocken daher; hat man sich aber erstmal darauf eingestellt (und der Automat auf einen), dann kann es richtig viel Freude machen. Das vielleicht einzige Manko: es gibt kein Vollbild. Dennoch: ganz klar Daumen hoch!

Euer Pitbread

Hier gehts zur Diskussion: http://www.goldserie.de/phpBB3/viewtopic.php?f=605&t=26733

   

Rotamint Fortuna (1968)

1968 erschien das letzte Gerät aus der Jubiläums-Baureihe, die Rotamint Fortuna. Das erste Gerät, welches ausschließlich mit 20 Pfennig Einsatz spielt. Es ist vom Spielablauf mit der Super Sieben identisch, allerdings gibt es keinen Jackpot, dafür jedoch eine "Verlustleiter", welche nach zehn Verlustspielen in Folge 30 Pfennig als "Fortuna-Treffer" zurückgewährt. Auch hat dieses Gerät ebenso die Spielscheiben mit den gestanzten Zahlen. Zur Optik des Gerätes ist noch erwähnenswert, dass es einen großen Schornsteinfeger (kurioserweise in Hausschlappen), der die Fortuna-Leiter in der Hand hält und eine große Sonne auf der Frontscheibe unterhalb der Spielscheiben hat. Letztere strahlt einem während des Ablaufes der "goldenen Serie" mittels einer 220V-Glühbirne mit lachendem Gesicht extrem hell entgegen.

 

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FreeGames von Bally Wulff

FREEGAMES

Als einer der letzten "normalen" Geldspielgeräte ist der FREEGAMES von Bally Wulff auf jeden Fall erwähnenswert. Auf den ersten Blick finden wir auch hier nur ein normales Walzengerät mit fünf Gewinnlinien, sowie eine Fun-Risikoleiter rechts und eine doppelt oder nichts Leiter links wo auch eine kaufbare Risikoerhöhung möglich ist. Desweiteren ist das Gerät mit Multicolor LED´s ausgestattet und einem frischen Technosound der teilweise mit Gesang unterlegt ist. Nach meiner Meinung sehr schön ausgewählt und passend zum Gerät da auch die FreeGames "besungen" werden (FREEGAMES!, FREEGAMES!) Lachen . Eine Loadfunktion ist ebenfalls vorhanden um in den hohen Levels loszuballern zu können, inkl. dem 2 Euro Gong. Vier einstellbare Quoten, Kneipe, Sparsam, Ausgewogen und Spielfreude sind einstellbar. Nach 55 Min. dauerhaftes bespielen, erfolgt das Freispiel Surprise. Hier entfällt nun 5 Min. der Spieleinsatz pro Spiel (5 Cent).

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Was soll da erwähnenswert sein?

Hier liegt der Reiz im Detail. Zum einen lockt das Gerät mit drei verschiedenen Jackpötten die mit Einsätzen von 0,50Cent, 1 Euro und 2,50 Euro pro Dreh erreichbar sind. Die Jackpotwerte liegen bei ca.60 Euro für den kleinen, 160 Euro für den mittleren und 400 Euro für den großen, allerdings scheinen alle die Möglichkeit zu haben bis 1000 Euro anzusteigen, laut Beschreibung!?.  Zur Auslösung müssen im entsprechendem Einsatzlevel 3 Kronen einlaufen, aber es gibt Besonderheiten worüber ich weiter unten noch berichte. Die Jackpotfüllung erfolgt für alle drei durch 3x Kirsche auf der ersten Walze mit einer vom Einsatz abhängigen Summe.

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Einsatzlevel

Folgende Spiellevel können am Gerät gewählt werden: Spieleinsatz pro Spiel (5Cent) x1, x2, x5, x10, x20 und x50

Gewonnen wird wie üblich bei mindestens drei gleichen Symbolen.

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Risiko

Die Risikoleitern, wovon die linke zwei Zwischenausspielungen beinhaltet, haben jeweils einen Bonuspfeil zur letzten Risikostufe welcher durch Risikoverlust beleuchtet wird. 

 

Was sind FreeGames, was bringen sie und wie laufen sie ab?

Die Freegames sind auch hier, wie schon an den Multigamblern, das erhoffte Feature. Ausgelöst werden sie durch mindestens 3x "FREE" auf den Walzen, wobei sie nicht auf einer Gewinnlinie liegen müssen. Anzahl der eingelaufenen "FREE" Symbole ist auch gleich der entsprechende Multiplikator für den Ablauf der Featureserie.

3x "FREE" auf den Walzen bedeutet alle Gewinne x3

4x "FREE" auf den Walzen bedeutet alle Gewinne x4

5x "FREE" auf den Walzen bedeutet alle Gewinne x5

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Sind mindestens 3x die "FREE" Symbole eingelaufen, wird neben dem Gesang eine Ausspielung gestartet wo die Anzahl der FreeGames ermittelt wird.

Die Ausspielung erfolgt innerhalb von 4 Gewinnfeldern mit Möglichkeit auf 8, 12, 16 oder 20 Freegames.

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Ist nun also neben dem Multiplikator auch die Anzahl der Spiele ermittelt kann die Featureserie gestartet werden.

Hier gibts schon die nächste Besonderheit.

Es wird das zweithöchste Gewinnsymbol, der Stern, in dieser Freegame-Serie auch als Joker gewertet. Das bringt natürlich deutlich mehr Gewinnmöglichkeiten und zusätzlich kann nun auch der Stern den Jackpot auslösen.

Übrigens wird auch ein ausgelöster Jackpot in den Freegames durch den Multiplikator aufgewertet, ich selbst habe den Mittleren auf x3 bekommen, was rund 500 Euro ergab.

 

 

Fazit:

Ein schönes Gerät welches durch seine Besonderheiten durchaus Spaß bringt. In meiner gewählten Spieleinstellung "Ausgewogen", also schon der zweit höchsten, laufen die Freegames eher selten ein, bringen aber eigentlich immer hohe Summen. "Hoch" ist hierbei natürlich Levelabhängig zu betrachten, aber nach rund 2000 verspielten Euros schätze ich einen Durchschnitt von Einsatzhöhe x100 als Gewinn. Das ist ein Wert den ich einfach mal in den Raum stelle und der sich natürlich ändern kann, da 2000 Euro keine wirklichen Rückschlüsse zulassen.

FreeGames? Empfehlenswert!

Gruß katzel 

 

 

   

Die große Pause/ Rotamint Brillant (1972)

Bis es 1975 endlich so weit war, dass die erfolgreiche Geräteserie fortgeführt und eine weitere Exquisit-Rotamint gebaut wurde, nämlich die Exquisit Gold, verstrichen immerhin drei Jahre. Trotzdem standen die Maschinen bei NSM alles andere als Still. Es wurden zwischenzeitlich sage und schreibe sieben weitere Rotamint-Modelle produziert. Allesamt mit durchaus interessanten und teilweise mit der Exquisit-Baureihe verwandten Spielsystemen. Vieles kam hinzu oder änderte sich und man erschloss immer wieder neue Möglichkeiten sowohl technisch als auch bei den Spielinhalten.

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Rotamint 7 & 8 & 9 (1973)

Eigentlich als letzte, aber letztendlich dann doch als vorletzte Rotamint, aus der 1969 gestarteten Serie von Geldspielgeräten dieser Bauart folgte noch im selben Jahr die Rotamint 7 & 8 & 9. Besonderes Merkmal beim Spielinhalt ist die zusätzliche neun neben der sieben und acht. Ein ganz einfaches Spielsystem mit drei Chancen auf je 10 Sonderspiele durch 7-J-7, 8-J-8 und 9-J-9. Zwar werden durch diese aus dem Spiel kommenden Serien und durch die 10er-Verlängerungen nur bis zu 30 Spiele gewährt, aber durch eine interessante Idee aus der NSM-Schmiede war es bei diesem Gerät möglich, bei Stellung 23 oder 27 des Spielezählers bei Kleeblatt auf der mittleren Scheibe eine Verlängerung um 50 Spiele zu erzielen, obwohl das Zählwerk nach wie vor nur über 40 Stellungen verfügte.

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Rotamint Super Bingo (1973)

Als Nachfolger der Brillant (1972) kam die Super Bingo. Sie ähnelt der Brillant vom Spielsystem sehr stark, hat allerdings als Besonderheit sieben statt der üblichen fünf Ablesefenster. Bei den äußeren jeweils drei und in der Mitte ein Ablesefenster. Das Spielsystem wurde so entworfen, dass sich dadurch 5 Gewinnlinien ergeben. Die Möglichkeit zum Halten der äußeren Spielscheiben per Tastendruck gibt es bei der Super Bingo nicht mehr.

Die vier Pilz-Joker-Schwein-Kombinationen von der Brillant wurden übernommen, anstelle von rosa Glücksschweinchen gibt es bei der Super Bingo allerdings Hufeisen. Auch die Chance auf zusätzliche 10 Sonderspiele bei Erscheinen einer dieser Kombinationen wurde übernommen.

 

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Rotamint Goldene 8 Hold (1970)

Im selben Jahr wie die Rotamint Gold & Silber wurde auch noch die Rotamint Goldene 8 Hold gebaut. Diese gehört jedoch nicht zur Exquisit-Familie, denn sie hat ein völlig anderes Spielsystem und auch noch einmal die alte Technik und Bauart der Jubiläumsgeräte. Ganz offensichtlich waren noch so hohe Restbestände an Teilen vorhanden, dass noch ein neues Gerät entworfen wurde, um diese Teile zu "verbauen".

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