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Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon Sternvogel » 06.10.2019, 12:41

Ja, gerade die Relaiskontakte können bei alten Geräten schon relativ häufige Fehlerquellen darstellen. Ralf, ob Relaiskontakte wirklich noch einwandfrei schalten, ob die feinen Kontakte noch richtig Kontakt machen, das sieht man in den meisten Fällen eh nicht. Das ließe sich nur durch Messen feststellen.

Wenigstens scheint man die Plastikschutzkappen bei den ADP-Geräten immerhin leicht abnehmen zu können. Das Reinigen ist dann eigentlich ganz leicht und ist schnell erledigt. Die Kontakte mit Isopropanol oder mit Kontaktspray benetzen, etwas einwirken lassen und die Kontakte anschließend vorsichtig mit Zewastreifen oder mit einem dünnen Leder- oder Leinenstäbchen reinigen. Dabei holt man in der Regel auch eine erstaunliche Menge Dreck von den Kontakten herunter. Ein gründlich gereinigtes Relais schaltet oftmals wieder jahrelang einwandfrei.

Ich würde dafür auf keinen Fall Kontakt60 oder WD40 verwenden. Damit bleiben Rückstände auf den Kontakten zurück, die Oxidationsprozesse beschleunigen.

Für die Reinigung von Relaiskontakten würde ich möglichst reines Isopropanol (99 Prozent oder höher) empfehlen. Das reinigt sehr gut und rückstandsfrei. Tuner Spray oder Kontakt WL kann man auch nehmen.

Für den langfristigen Erhalt eines Gerätes wäre eine solche Pflege der Relais auf jeden Fall sinnvoll. Selbst dann, wenn sie noch korrekt schalten, ist es die Mühe durchaus wert. Viele Relaistypen sind ja ohnehin schwer zu bekommen.
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Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon Realkojack » 18.10.2019, 16:21

So, ich habe die Walzenmaschine nochmal ausgebaut, die Platine abgenommen und alle Relais soweit nötig, gereinigt.
Da war aber nix schmutziges, die sehen innen aus wie neu.
Alles wieder montiert und ungefähr 10DM lang auf den "Super"-Schriftzug gewartet.
Leider keine Veränderung.
Mir ist nur aufgefallen, das da ein Keramikwiderstand schöne Verfärbungen hinterlassen hat. Ich messe anstelle der 470Ohm etwas über 500. Bei den beiden anderen sind es ziemlich genau die angegebenen 500.
IMG_20191018_150714.jpg


Da auf dieser Platine gar nichts beschriftet ist, habe ich auch keinen Anhaltspunkt, welche Bauteile nun für den automatischen Supernachstart zuständig sein könnten. :(
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Viele Grüße, Ralf

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Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon pitbread » 18.10.2019, 19:05

An den Lastwiderständen liegt es glaube ich nicht. 500 zu 470 Ohm ist auch noch im Toleranzbereich.

Die "Super"-Lampen blinken aber schon, wenn der Schriftzug auf der 1. Walze auftaucht?
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Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon Realkojack » 18.10.2019, 19:10

Ja, das tun sie. Und sie blinken auch weiter, wenn ich manuell nachstarte.
Viele Grüße, Ralf

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Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon pitbread » 18.10.2019, 19:24

Der Super-Nachstart ist auf Seite 23 (elektronische Seitenzahl) des Servicemanuals erklärt. Schau mal nach den involvierten Bauteilen - vielleicht hilft das weiter.
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Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon Realkojack » 18.10.2019, 19:48

Tja, genau das habe ich heute versucht und auch oben bereits geschrieben, dass ich die entsprechenden Bauteile nicht lokalisieren kann. Im Manual wird ja nicht beschrieben, WO auf der Platine die Teile sitzen. Eine "Diode 258" z.B. sitzt nun wo? ;-)
Es sind ja noch nicht mal im Schaltplan alle Bauteile beschriftet.

Edit: Kommando zurück! Ich habe ganz übersehen, dass es ja noch Bilder vom "Verdrahtungsplan" gibt!! Da sind alle Bauteile beschriftet. So habe ich vielleicht doch eine Chance.
Viele Grüße, Ralf

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Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon pitbread » 18.10.2019, 21:25

Ja, so ging es mir auch schon. Beachte, dass die Verdrahtungspläne spiegelverkehrt sind, also so, als ob du von hinten auf die Platinen schaust (vorne ist für mich die Seite, auf der die Bauteile zu sehen sind).
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Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon Sternvogel » 19.10.2019, 11:27

Ja, die Widerständswerte sind ok. Überprüfe die Platine auf jeden Fall mal penibel auf kalte Lötstellen. Die findet man häufig, erst recht bei so alten Geräten. Das überprüfe ich grundsätzlich immer bei allen verbauten Platinen.
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Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon Realkojack » 19.10.2019, 11:53

Huhu, das hatte ich zumindest insoweit gemacht, als dass ich an allen Bauteilen gewackelt und dabei die Rückseite beobachtet habe. Ich habe auch einige Durchgangsprüfungen der Leiterbahnen vorgenommen, die mir optisch fragwürdig erschienen. Kein Befund.
Ich lasse das jetzt auch erst mal sein, es ist ja wieder alles zusammengebaut.
Eigentlich ist dieser letzte Defekt auch nicht so tragisch. Erscheint nach dem Nachstart eine serienauslösende Kombination, werden diese als Superspiele abgespielt.
Also ein für zu Hause verschmerzbarer Fehler, der den Ablauf nicht weiter stört.

Ich werde nun mich dem Crown Gold etwas widmen, solange ich da noch Möglichkeiten sehe.
Viele Grüße, Ralf

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Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon muenzspielfreund » 19.10.2019, 12:00

Realkojack hat geschrieben:Erscheint nach dem Nachstart eine serienauslösende Kombination, werden diese als Superspiele abgespielt.
Also ein für zu Hause verschmerzbarer Fehler, der den Ablauf nicht weiter stört.
Aber das genau ist ja das Problem, wenn Du nicht permanent vor dem Gerät sitzt, um im Falle des Einlaufens des Super-Schriftzuges von Hand nachzustarten. Die Quote sinkt und es können ohne Betätigung keine Super-Sonderspiele einlaufen (mit Ausnahme der aus dem Tableau unten).
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Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon Realkojack » 19.10.2019, 13:25

Das dauernde Auseinandernehmen und wieder zusammenbauen ist aber auch keine Lösung ohne vernünftigen Anhaltspunkt. Da geht eher mehr kaputt als ich heile bekomme.
Viele Grüße, Ralf

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Re: Merkur Universum (Realkojacks Kiste)

Beitragvon Sternvogel » 20.10.2019, 11:47

Realkojack hat geschrieben:Huhu, das hatte ich zumindest insoweit gemacht, als dass ich an allen Bauteilen gewackelt und dabei die Rückseite beobachtet habe.


Das reicht nicht aus, Ralf. So findest du nur Lötstellen, die im Grunde schon kaum noch als Verbindung existent sind. Was aber nur selten vorkommt, dass es so schlimm kommt. Unterbrechungen kann es auch schon geben, ohne dass etwas deutlich sichtbar hin und her wackelt. Manchmal muss es noch nicht mal eine sichtbare Bruchstelle geben, denn starke Verunreinigungen können auch problematisch sein. Man schaut bei der Suche nach kalten Lötstellen auch auf die Farbe und auf den korrekten Verlauf des Lötzinns am Beinchen eines Bauteils oder an einem Steckerkontakt.

Ich suche die Platinen nach kalten Lötstellen grundsätzlich immer mit einer guten Lupe ab, die mindestens eine dreifache Vergrößerung haben sollte. Du wirst dich wundern, was du mit einer solchen Vergrößerung sehen kannst, was mit bloßen Auge gar nicht zu erkennen wäre. Darüber finden sich auch gleich solche Kandidaten, die zwar noch nicht kalt sind, die aber auf dem besten Wege sind, in naher Zukunft zu kalten Lötstellen zu werden.

Es ist ohnehin so, dass kalte Lötstellen immer eine sehr häufig auftretende Fehlerquelle darstellen. Ich habe schon viele ältere Geräte wieder instand setzen können einzig und allein über das Beseitigen von kalten Lötstellen.
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