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Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon Sternvogel » 30.09.2019, 21:20

Manfred, der Fehler MUSS zwangsläufig irgendwo im Bereich des Chassis liegen. Alles außerhalb des Chassis, also alles was im Gehäuse befestigt ist und am Münzzähler, kann definitiv ausgeschlossen werden. Weil die Gewinnerkennung mit dem anderen Chassis ja funktioniert. Ich habe dennoch sicherheitshalber einiges nochmals kontrolliert und habe die in Frage kommenden Platinen alle noch mal ausgetauscht aber ohne Erfolg. Und mit einem Erfolg war auch nicht zu rechnen.

Das mit der Skaleneinteilung wußte ich noch nicht. Danke, guter Tipp! Aber an den Kontakten an der Nockenwelle kann es eigentlich auch nicht liegen. Schon weil mit dieser Nockenwelle, als sie noch in dem anderen Chassis eingebaut war, wie gesagt die Gewinnerkennung immer funktioniert hat. Deswegen kann bei dieser Nockenwelle auch ein eventuelles Problem mit der Würfelsteuerung schon ausgeschlossen werden.

Welche 4 Platinen meinst du? Meinst du die M-Platine an der Motoreinheit? Die ist in Ordnung. Die einzigen Platinen, die ich nicht überprüft habe, sind die U-Platine unten in der Mitte und die kleinere Platine links daneben. Aber die haben mit der Gewinnermittlung, so weit mir bekannt ist, nichts zu tun. Wenn es kein technischer Defekt mehr sein kann, dann käme eigentlich nur noch eine Unterbrechung in den Kabeln oder in den Steckern in Frage.
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Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 30.09.2019, 21:49

An der Motoreinheit sind 4 Platinen, nicht eine, M I, M II, M III und M IV.
Dass die U- Platine keinen Einfluss auf die festgestellten Fehler hat, sehe ich auch so.


Ich würde die K- Platine tauschen.
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Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon Sternvogel » 30.09.2019, 23:27

Ok, dann wurde die Motorplatine noch in verschiedene Abschnitte unterteilt. Es ist aber dennoch eine durchgehende Platine.

Wie gesagt, ich muss es noch einmal wiederholen:

Die zur Zeit eingebaute Motoreinheit funktioniert sofort wieder in Sachen Gewinnerkennung, sobald ich sie mit dem anderen Chassis zusammen in das Gehäuse einbaue. Das gleiche gilt für die K-Platine. Diese habe ich sogar noch einmal ausgetauscht, schon aus purer Verzweiflung, weil der Austausch der Nockenwelle schon wieder nichts gebracht hat. Und das trotz besseren Wissens, dass die Aktion nur vergeblich sein kann, was dann auch der Fall war.

Es gibt wirklich kein Bauteil mehr in der Mühle, das noch defekt sein könnte. Nun habe ich sogar jede Menge gut funktionierende Austauschteile und komme trotzdem bei der Mühle keinen Deut weiter. Ich glaube immer mehr daran, dass die Unterbrechung nur noch in Kabelverbindungen oder bei Steckverbindungen liegen kann. Ob ich noch Lust habe, danach zu suchen, das muss ich mir noch überlegen. Die Mühle hat mich schon eh schon viel zu viel Zeit gekostet.
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Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 01.10.2019, 12:33

Woher weisst Du denn, dass der Fehler nicht doch an einer vielleicht "zerschossenen" kleinen Platine an der Motorsteuerung liegt. Es ist doch auffallend, dass, wenn Du die andere Motorsteuerung einbaust, die Mühle läuft.
Lass die "laufende" Motorsteuerung drin, alles läuft, alles ist gut und alle sind zufrieden, oder etwa nicht??
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Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon seku-games » 01.10.2019, 15:42

Sternvogel hat geschrieben:Ok, dann wurde die Motorplatine noch in verschiedene Abschnitte unterteilt. Es ist aber dennoch eine durchgehende Platine.

Wie gesagt, ich muss es noch einmal wiederholen:

Die zur Zeit eingebaute Motoreinheit funktioniert sofort wieder in Sachen Gewinnerkennung, sobald ich sie mit dem anderen Chassis zusammen in das Gehäuse einbaue. Das gleiche gilt für die K-Platine. Diese habe ich sogar noch einmal ausgetauscht, schon aus purer Verzweiflung, weil der Austausch der Nockenwelle schon wieder nichts gebracht hat. Und das trotz besseren Wissens, dass die Aktion nur vergeblich sein kann, was dann auch der Fall war.

Es gibt wirklich kein Bauteil mehr in der Mühle, das noch defekt sein könnte. Nun habe ich sogar jede Menge gut funktionierende Austauschteile und komme trotzdem bei der Mühle keinen Deut weiter. Ich glaube immer mehr daran, dass die Unterbrechung nur noch in Kabelverbindungen oder bei Steckverbindungen liegen kann. Ob ich noch Lust habe, danach zu suchen, das muss ich mir noch überlegen. Die Mühle hat mich schon eh schon viel zu viel Zeit gekostet.


Dass du nicht weiterkommst, liegt an der Reparaturmethode. Teile testweise zu Tauschen, erleichtert Reparaturen, bringt aber nicht immer den Erfolg.

Einen Gewinn einstellen und nachmessen. Dies ist bei deinem Gerät noch möglich. Dafür gibt es den Schaltplan. Das Hauptproblem scheint zu sein, dass die notwendigen Kenntnisse eventuell fehlen.

Es ist für helfende unheimlich schwer, ohne den Automaten den Fehler zu finden. Seit mir nicht böse, ich bringe nur Tatsachen auf den Tisch.
Gewerblicher Dienstleister in der Automatenbranche.
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Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon Sternvogel » 02.10.2019, 12:24

Ich bin in der Tat nicht gerade in Übung, was das Reparieren nach Schaltplan betrifft. Damit habe ich bis Mitte der 90er Jahre noch regelmäßig beschäftigt, danach hatte ich dafür keinen Bedarf mehr. Die Kenntnisse habe ich. Ich müsste mich erst mal wieder gründlich einarbeiten. Mein Schwerpunkt war von meiner Ausbildung her die Digitaltechnik. Das ist schon etwas anderes als die Technik in alten elektromechanischen Automaten. Die Schaltpläne, mit denen ich es zu tun gehabt damals, sahen gänzlich anders aus. Stromlaufpläne, wie sie vor allem der Elektriker sehr gut kennt, wurden in meiner Ausbildung zwar auch behandelt aber nur am Rande und eher oberflächlich. Geschweige denn, dass ich es mit Geräten in der Art eines alten Spielautomaten zu tun bekommen hätte.

Ich bin nichtsdestotrotz natürlich in der Lage, den entscheidenden Bereich für die Gewinnerkennung mit Hilfe des Schaltplans einzugrenzen und innerhalb des Bereiches an den neuralgischen Punkten zu messen. Was mich davon abhält, ist, dass ich eigentlich schon keine Lust mehr habe, noch mehr Lebenszeit in dieses so seltsam gestörte Chassis zu investieren.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Ursache für die ausgefallene Gewinnerkennung nur noch an einer Unterbrechung innerhalb des Kabelbaums an dem Chassis liegen kann. Was wahrscheinlich bei diesen Geräten äußerst selten vor kommt. Das zu finden und zu beheben ist nicht ganz ohne, das braucht vor allem viel Zeit. Der Vorbesitzer hat bei dem Automaten kurioserweise ja schon die Antriebswelle des Nockenrades an der Würfelung abgesägt. Wer weiß, was der eventuell noch kaputt gemacht hat.
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Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 02.10.2019, 19:03

Hallo Ralf,

in der Technischen Beschreibung ist die Abkürzung für ein Relais immer klein geschreiben und daneben angegeben, an welcher Stelle im Schaltplan Du das Relais suchen musst.

z.B. Zitat aus den TU Rotomat Goldmedaille/Goldpokal:

Über die Nocke 18 g(19)und dem Schalter auf der Gewinnplatte wird der Gewinnmotor GM angesteuert.

Dann in den Schaltplan schauen, da sind alle Relais in Grossbuchstaben an der Seite, unter dem Nockenplan, benannt:

G = Gewinnrelais

Dann auf dem Schaltplan nach den oben und unten angegebenen Zahlen die richtige rauspicken und dann nach unten (Zahlen 1 bis 46) oder nach oben ( Zahlen 48- 111) gehen. Dann ist der gesuchte Punkt schnell gefunden. Beim jeweiligen Relais im Schaltplan steht dann in unmittelbarer Nähe zu der Zahlenreihe, wo es zu finden ist, was das Relais an diesem Punkt machen soll:
Ö = Öffnen
S = Schließen
U = Umschalten.


Und wenn alle Versuche ergebnislos bleiben, kann immer noch das SZ- Relais aktiviert werden, dass dann nach 30 Sekunden die Selbstzerstörung des Automaten auslöst :D :D :D .


LG
Manfred
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Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon Sternvogel » 03.10.2019, 10:26

Hallo Manfred,

Dr. Hannibal Lecter hat geschrieben:Und wenn alle Versuche ergebnislos bleiben, kann immer noch das SZ- Relais aktiviert werden, dass dann nach 30 Sekunden die Selbstzerstörung des Automaten auslöst :D :D :D .


das erinnert mich gerade sehr an das spektakuläre Finale in dem Film "Alien" von 1979:

"Achtung, der Selbstzerstörungsmechanismus wurde aktiviert. Der Countdown bis zur Sprengung des Schiffs beträgt 5 Minuten".

Damals Fiktion, heute schon Wirklichkeit geworden, durch die Erfindung einer Spielautomatenbombe? :mrgreen:

Na immerhin ein Vorteil hätte es: Danach wären jede lästige und nervige Fehlersuche sofort obsolet. Schon weil man dazu gar nicht mehr in der Lage wäre. :lol:

Wie ich dir schon geschrieben habe, ich werde heute das zweite Chassis wieder reaktiveren. Ich wollte das Chassis hauptsächlich retten, weil es sich in einem außergewöhnlich guten Erhaltungszustand befindet, so wie der gesamte Automat außergewöhnlich gut aussieht. Das andere Chassis sieht im Vergleich längst nicht mehr so gut aus. Hier haben der Zahn der Zeit und ungünstigere Umstände deutliche Spuren hinterlassen. Aber geputzt sieht es schon wieder um einiges besser aus. Die Gewinnerkennung wird mit diesem Chassis sofort wieder funktionieren, das weiß ich.

Bei dem anderen Chassis hatte ich zuletzt hauptsächlich das Problem mit der nicht funktionierenden Bonuspfeilsteuerung. Und dieses Problem könnte, wenn ich Glück habe, so wie bei dir möglicherweise auch im Bereich der W-Platine zu finden sein.

Liebe Grüße
Ralf
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Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 03.10.2019, 11:13

Sternvogel hat geschrieben: Und dieses Problem könnte, wenn ich Glück habe, so wie bei dir möglicherweise auch im Bereich der W-Platine zu finden sein.



Hallo Ralf,

nur dort ist m.E. das Problem zu finden, bzw. zu suchen. Insbesondere das "ZT"- Relais (Zusatz-Relais-Tableauzähler).
Nach dem ich diesem eine Runde neuen Lötzinn spendiert hatte, war bei mir, besser gesagt bei dem Automaten, das Problem mit den sich nicht bewegenden Pfeilen gelöst.

LG
Manfred
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Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon Sternvogel » 03.10.2019, 11:26

Ich hatte auf der W-Platine bei diesem Chassis schon ein Relais ausgetauscht. Dass die W-Platine mit der Bonuspfeilsteuerung zu tun hat, das habe ich im Schaltplan natürlich gesehen. Möglicherweise war es das falsche Relais, das kann ich nicht mehr sagen. Aber danach brauche ich eh nicht zu schauen. Denn die W-Platine aus dem anderen Chassis funktioniert einwandfrei. Ich bin mal gespannt.
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Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon GS33 » 17.11.2019, 11:00

Sternvogel hat geschrieben: Der Vorbesitzer hat bei dem Automaten kurioserweise ja schon die Antriebswelle des Nockenrades an der Würfelung abgesägt. Wer weiß, was der eventuell noch kaputt gemacht hat.

Wozu soll denn das gut gewesen sein? Funktioniert die Würfelung denn überhaupt noch? Hast Du davon ein Bild?
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Re: Rotomat Goldmedaille Probleme mit der Gewinnerkennung

Beitragvon Sternvogel » 17.11.2019, 11:51

GS33 hat geschrieben:
Sternvogel hat geschrieben: Der Vorbesitzer hat bei dem Automaten kurioserweise ja schon die Antriebswelle des Nockenrades an der Würfelung abgesägt. Wer weiß, was der eventuell noch kaputt gemacht hat.

Wozu soll denn das gut gewesen sein? Funktioniert die Würfelung denn überhaupt noch? Hast Du davon ein Bild?


Hallo Gregor,

wozu das gut gewesen sein soll, das habe ich mich auch gefragt. Ich habe keine Ahnung. In diesem Thread habe ich ein Bild von dem beschädigten Nockenrad eingestellt, ganz am Anfang:

https://www.goldserie.de/phpBB3/viewtop ... 03&t=42215

Normalerweise befindet sich am Ende der Nockenwelle hinter dem Sprengring ein runder Knubbel. Hier gab es aber nur noch eine sehr plane gerade Fläche, die ziemlich dünn war. Ich gehe davon aus, dass da mutwillig ein Stück abgesägt wurde. Ein Bruch wäre ziemlich unwahrscheinlich. Und wenn, dann würde die Fläche wahrscheinlich nicht so plan aussehen.

Das Material der Welle ist obendrein sehr hart, weil über diese Welle auch der Antrieb der Nockenwelle läuft und der Antrieb der Walzen. Der Sprengring hielt deswegen nicht mehr auf der Welle, er sprang im laufenden Betrieb immer wieder ab. Wenn das passierte, dann war das Nockenrad natürlich ohne Funktion, die Walzen liefen dann permanent durch. Die Welle musste ausgetauscht werden, was ich dann auch gemacht habe.

Viele Grüße
Ralf
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