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Schwedenfünfer

Schwedenfünfer

Beitragvon Skull » 12.02.2020, 07:56

Moin,

ich habe im Utopia und im Fun Fun diesen Aufkleber am Münzturm entdeckt. Ich denke mal das mit skr die Schwedische Krone gemeint ist.

IMG_20200212_074320_HDR.jpg


Bei dem einen Turm gibt es diesen Schalter auf einer kleinen Zusatzplatine die offensichtlich nachgerüstet wurde. Beim andern Turm ist der Schalter dann schon auf der normalen Platine integriert. Hier werden ja offensichtlich Parameter verändert.

IMG_20200212_074341_HDR.jpg


Jetzt frage ich mich:

1. wenn es um den Schwedenfünfer geht... warum wurde der angenommen ? Die 0,5mm Unterschied im Durchmesser sind doch für Münzprüfer ziemlich viel.

2. wie funktioniert diese Korrektur über die Zusatzplatine ? Die konfiguration des MP liegt doch gar nicht auf der Platine am Sortierer... ?

Oder liege ich hier vielleicht ganz falsch ?
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon moppel » 12.02.2020, 10:00

Die Fünfer musste man damals wohl genau deswegen mit einem schmalen Streifen Klebeband umwickeln.
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon 3GroschenMann » 14.02.2020, 23:44

Die Fünfer sind damals leicht gepresst worden mittels Hydraulik, um den Durchmesser anzugleichen - Klebeband habe ich nie gesehen. Die funktionierten bei 8 bis 9 von 10 Automaten in den Neunzigern. Das wurde weniger mit den neuen MP´s für DM + €.
Ich habe hier so ein "gepresstes" Exemplar liegen und hatte noch kein Gerät, welches den nicht akzeptiert hat im Gegensatz zur Normalausführung - Quote 4 bis 5 von 10.
Zuletzt geändert von 3GroschenMann am 15.02.2020, 00:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon 3GroschenMann » 15.02.2020, 00:00

K800_002.JPG


K800_001.JPG


Nur wie genau *schulterzuck*
Die sind ja in ganz Deutschland und in rauhen Mengen gefunden worden...
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon hab_noch_dm » 15.02.2020, 00:11

Interessante "Prägeerweiterung"! ;o)
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon moppel » 15.02.2020, 00:25

Spannend, das habe ich noch nie gesehen. Ich kenne wie geschrieben nur die Klebeband-Variante, habe die damals stapelweise aus den Automaten bekommen. Natürlich gleich in das nächste Gerät wieder eingeworfen...
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon GS33 » 15.02.2020, 08:53

So einen mit dem Rand drumherum habe ich auch. Ich habe mich schon gefragt, warum der so komisch aussieht. Das ist ja schon kriminell.
In den 80er Jahren gab es in England 5-Pence-Stücke, die wurden in fast allen Automaten als 1 DM angenommen. Nach einem Schüleraustausch hatte der Hausmeister etliche davon im Getränkeautomaten.
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon Esteka » 15.02.2020, 09:29

moppel hat geschrieben:Spannend, das habe ich noch nie gesehen. Ich kenne wie geschrieben nur die Klebeband-Variante, habe die damals stapelweise aus den Automaten bekommen. Natürlich gleich in das nächste Gerät wieder eingeworfen...

Wie ist das juristisch zu bewerten? Wenn ein Spieler damals statt DM wertlose Fremdmünzen aus dem Automaten erhielt? Hatte er einen Anspruch gegen den Aufsteller?

Natürlich ist der Aufsteller selbst der Geschädigte. Aber liesse ich mir heute einen gefälschten 50er andrehen, darf ich damit nicht irgendwas bezahlen, um ihn loszuwerden. Ich mache mich sonst genauso strafbar wie der Inumlaufbringer des Falschgeldes. Nicht umsonst heisst es im Strafgesetzbuch „Wer Banknoten nachmacht oder nachgemachte Banknoten in Umlauf bringt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter 2 Jahren bestraft.“ Das gilt auch für Münzen.

Wenn die Echtheit der Münzen vom Automaten nicht eindeutig bestimmbar ist, dürften eingeworfene Münzen eigentlich nicht mehr ausgegeben werden. Die Automaten müssten also zwei getrennte Geldbestände haben. Einen Auszahlvorrat, der direkt von der Bank kommt. Und die Einwürfe, die nicht mehr ausgezahlt werden dürfen, sondern wieder zur Bank zu bringen sind, wo eine Falschgeldprüfung stattfindet.

Verweigert ein Aufsteller die Erstattung von ausgezahltem Falschgeld, würde er sich m.E. zumindestens grob fahrlässiger Falschgeldinumlaufbringung schuldig machen. Denn durch den Anspruch des Spielers hat er Kenntnis, dass seine Automaten keine sichere Falschgelderkennung haben. Vollumfänglicher Straftatbestand wird es dann, wenn der Aufsteller die Auszahlung von Nicht-DM wissentlich in Kauf nimmt oder gar erhaltene Nicht-DM zum Auffüllen des Münzvorrates benutzt. Hinzu kommt ein Betrugstatbestand gegen den Spieler.
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon Skull » 15.02.2020, 09:41

Da frage ich mich dann aber warum solche Münzprüfer zugelassen waren wenn sie nur 80-95% Erkennung hatten was ja sogar drauf steht ?
Außerdem gab es den Fünfer schon 1976 also warum wird dann Ende der 80er noch mit Zusatzplatinen nachgerüstet ? Das Problem war ja lange bekannt ?
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon Esteka » 15.02.2020, 09:53

Das Bankgewerbe wird heutzutage sehr streng überwacht, ob die Falschgelderkennung angemessen ist. Es geht vor allem um Geräte, die im Selbstbedienungsgeschäft Einzahlungen entgegennehmen und diese wieder ausgeben können (Recycler).

Für Münzen ist das gar nicht erlaubt, weil die Falschgelderkennung selbst heutzutage mit elektronischen Münzprüfern nur bei 99% liegt.

Banknotenverarbeitende Geräte müssen zunächst von der Bundesbank zertifizert werden (wie Geldspieler von der PTB). Dafür muss der Hersteller umfangreich nachweisen, dass Falschgeld sicher abgewiesen wird.

Banken dürfen nur Geräte mit diesem Zertifikat erwerben und aufstellen.

Die Hersteller sind anlassbezogen zur Bereitstellung von Softwareupdates verpflichtet.

Die Banken sind verpflichtet, immer die aktuellste Software einzusetzen, und die nötigen organisatorischen Regelungen im Haus zur Falschgelderkennung zu haben. Dazu gehört, dass alle Bankmitarbeiter über die Falschgelderkennung geschult werden, und wie im Fall angenommenen Falschgeldes zu verfahren ist. Dies ist direkt der Bundesbank zuzuleiten. Einen Erstattungsanspruch haben die Banken nicht.

Um das zu überwachen, finden laufend Prüfungen durch die Bundesbank in den Banken statt. Wenn dann die Software von Geräten nicht aktuell ist, oder die Regelungen unzureichend sind, hagelt es saftige Strafgelder, und im Wiederholungsfall der Entzug der Banklizenz.

Insgesamt führt das zu einer hohen Sicherheit der Bankkunden. Wenn man sich natürlich im Einzelhandel Falschgeld andrehen lässt, hat man Pech gehabt. Da hilft nur eigene gute Kenntnis der Sicherheitsmerkmale der Banknoten. Sicherlich seid Ihr aber alle gut informiert.

In meinem Berufsleben hatte ich 30 Jahre damit zu tun. In der langen Zeit haben es nur etwa fünf gefälschte Noten in den internen Bargeldumlauf geschafft. Die Maßnahmen waren also sehr wirksam. Viel mehr wurde abgewiesen. Insbesondere aus den Bargeldeinzahlungen gewerblicher Kunden (Einzelhandel usw.).
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon GS33 » 15.02.2020, 10:29

Und das hat vor 35 Jahren schon funktioniert, wenn da ein Großmarkt am Wochenende zwei Millionen DM eingezahlt hat?
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon Esteka » 15.02.2020, 11:57

Ich kenne nur die letzten 30 Jahre.
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon Theseus » 15.02.2020, 14:01

Alter Schwede :lol:
Liebe
Grüße
Theseus :xmas:

Mit
besten

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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon GS33 » 15.02.2020, 14:17

Esteka hat geschrieben:Ich kenne nur die letzten 30 Jahre.

Und da gab es schon elektronische Geldscheinprüfer, wo alles durchgelaufen ist? Warum kennst Du nur die letzen 30 Jahre, nicht 39 oder 40?
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Re: Schwedenfünfer

Beitragvon Esteka » 15.02.2020, 14:58

30 Jahre in Verantwortung.

Ein Bankkaufmann aus der Generation hat einen Falschgeldschein auch ohne Technik immer sicher erkannt. Den Schein nimmt man in die Hand und spürt es sofort anhand der Papierbeschaffenheit.
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