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Sorgenkinder Automaten

Alles, was nichts mit Automaten zu tun hat. PC-Probleme, Störungen beim Internetanschluss oder fachmännische Gartenschlauchverlängerungen können hier diskutiert werden.

Sorgenkinder Automaten

Beitragvon Theseus » 18.01.2020, 10:55

Servus

Vielleicht habt Ihr es auch schon mal gehabt. Die meisten Geräte laufen gut bis sehr gut, aber eines macht andauernd nur Probleme.

Von meinen Geräten ist es der Merkur Fun City.
Vom Netzteil austauschen bis zur Münzannahme war schon alles dabei. Dabei sind meine Probleme seinem Alter geschuldet und er in der Vergangenheit vom Vorbesitzer nicht die Wartung bekommen hatte, die er verdient gehabt hätte. Im Moment läuft er aber.

Und bei euch? Welche Sorgenkinder habt ihr so und wo müsst Ihr ständig dran Arbeiten, fertigmachen oder austauschen?
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon Sternvogel » 18.01.2020, 13:06

Oh ja, das kenne ich auch. Zur Genüge sogar. :roll:

Ich habe mich bis jetzt um acht verschiedene Automaten gekümmert. Zwei Geräte musste ich trotz sehr viel investierter Arbeit und Mühe am Ende sogar aufgeben, diese Geräte liefen beide nicht dauerhaft stabil. Beide Geräte liefen zeitweilig schon mal einwandfrei, aber es stellten sich immer wieder aufs Neue nervige Probleme ein. Bei den anderen Automaten konnte ich dagegen alle Fehler dauerhaft beseitigen, so dass sie danach zuverlässig und damit auch langfristig stabil liefen.

Ich weiß nicht, ob es immer nur an der fehlenden Pflege liegt. Denn daran fehlt es den Automaten meistens ohnehin. Welcher Vorbesitzer hatte schon Ahnung von der Technik? Meine Automaten hatten fast alle schon länger keine richtige Pflege mehr bekommen. Nur zwei Automaten stammen von einem Sammler. Das merkt man natürlich schon. Aber auch hier können natürlich jederzeit Probleme auftauchen, was bei einem Gerät auch gerade der Fall ist.

Ich habe erstaunlicherweise sogar einen total vernachlässigten Automaten retten können, von dem ich anfangs geglaubt habe, dass der eigentlich nur noch für den Sperrmüll gut war. Den wollte ich anfangs eigentlich gar mitnehmen. Der Automat hatte ewig in einem feuchten Keller gestanden. Leider war das Gehäuse obendrein auch noch leicht geöffnet gewesen, so dass die Feuchtigkeit auch noch leicht ins Innere einziehen konnte. Mit all den schlimmen Folgen, die ein solch übler Standort nach sich zieht, war dieser Automat in einem erbärmlichen Zustand. Bei dem tat sich anfangs natürlich so gut wie nichts mehr. Aber ich habe bei diesem Gerät dennoch alle Fehler - mit viel Geduld sogar den leider schon vorhandenen Pilzbefall im Innern - beseitigen können. Auch der anfangs kaum noch funktionierende Antrieb läuft nach sehr viel Pflege nun wieder sehr gut. Und ausgerechnet dieser vernachlässigte Automat läuft jetzt schon seit vielen Monaten völlig fehlerfrei, was ich schon sehr erstaunlich finde.

Die beiden Problemgeräte waren dagegen in einem weitaus besseren Zustand, der war sogar bei beiden Geräten noch ziemlich gut. Mein Fazit aus meinen bisherigen Erfahrungen ist, dass man nie weiß, womit man es bei der Technik zu tun bekommt. Allein über den äußerlich erkennbaren Zustand eines Automaten kann man erstaunlicherweise kaum Schlüsse über den Zustand der enthaltenen Technik ziehen.

Ich schätze, dass neben den Standortbedingungen der Verschleiß vor allem eine sehr große Rolle spielt, also wie häufig ein Automat in Betrieb gewesen ist. Die Automaten sind nun mal leider nicht unbedingt auf Langlebigkeit ausgelegt worden. Das merkt man schon in vielen Bereichen. Letztendlich ist jeder neue Automat immer gut für Überraschungen. Die können sowohl positiv als auch negativ sein, man weiß es vorher halt nie. :roll:
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 18.01.2020, 13:44

An den meisten meiner Rotomaten ist immer was.
Dezeit "betreibe" ich einige in meinem Wohnzimmer:

Rotomat Manhattan: In regelmäßigen Abständen fällt die Münzannahme aus. Beim Abspielen einer 100er- Serie wird bei unterschiedlichen Sonder-Spiel-Zählerständen der ein oder andere Gewinn nicht gegeben.

Rotomat TipTop: Bei Sonderspielen werden ab und zu bei einem karierten Feld mit der "5" oder der "3" Gewinne nicht aufgebucht. Nach Ablauf von Sonderspielen und nach dem Einschalten des Automaten geht die Anzeige (fälschlicherweise) direkt auf "Top".

Rotomat TopStar: Nicht immer wird der Spieleinsatz von 30 Pfg. korrekt abgebucht. Nach Drücken der "DOPPEL oder NICHTS"- Taste kann es vorkommen, dass die Ausspielung nicht mehr zu würfeln aufhört.

Rotomat Rex: Probleme mit dem Auszahlen von 5,--DM- Stücken. Bei z.B. 22,--DM auf dem Münzspeicher werden zwei Markstücke ausgezahlt, die 20,--DM bleiben trotz pulsieren des dazu gehörenden Relais auf dem Speicher.

Goldene100: Probleme beim Aufaddieren von Sonderspielen. Werden bei Zählerstand 11 z.B. die gewonnenen 14 Spiele aufaddiert rattert das Zählwerk, als wenn von "0" an 24 Spiele dazugekommen wären. Dann beim Abbuchen werden plötzlich, obwohl die Anzeige im Transparent z.B. auf Feld 20 leuchtet, die Sonderspiele beendet und mit normalen Geld-Gewinnen fortgesetzt. Sonderspiele werden aber weiter runtergezählt.

Goldpokal: Plötzlich schaltet sich die Geldannahme aus und es kann erst wieder Geld nachgeworfen werden, wenn der Automat stehen bleibt, weil kein Kredit mehr auf dem Speicher ist. Probeleme bei den Sonderspiel-Ausspielungen: läuft mitunter nicht richtig, d.h. nach Stillstand des Lauflichtes werden keine Sonderspiele aufgebucht oder es wird eine erneute Ausspielung gegeben und dabei bei jedem Richtungswechsel des Lauflichtes 10 Sonderspiele aufgebucht.

Goldmedaille: Ähnliche, bzw. gleiche Fehler wie bei Goldpokal

Weitere Rotomaten stehen im Keller und warten darauf, wiederbelebt zu werden. Da wird sicher noch die eine oder andere Überraschung ans Tageslicht kommen.

Derzeit bin ich dabei einen Gold-Silber-Bronze zu reanimieren. Hier allerdings ein "großes" Problem, die Nockenschaltwalze dreht sich nicht, obwohl der Motor in Ordnung ist. Das sieht dann wohl nach einem "schönen" Zahnrad-Getriebe-Problem aus; zumal mir der Verkäufer damals schon sagte, die Mühle habe plötzlich ihren Dienst quittiert.

Unter dem Strich: Fast jeden Tag was Neues, was Anderes, was aber den Vorteil hat, dass es mit den Rotomaten nie langweilig wird.
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon starrace » 18.01.2020, 14:19

Wieso "Sorgenkinder" ein Automat wo man nichts zum basteln hat ist kein Automat! :mrgreen:
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon Sternvogel » 18.01.2020, 14:54

starrace hat geschrieben:Wieso "Sorgenkinder" ein Automat wo man nichts zum basteln hat ist kein Automat! :mrgreen:


Da ist natürlich etwas dran! :hoch Es gibt wohl nichts Schöneres als Erfolgserlebnisse genießen zu können nach längerer Bastelei. Ganz besonders nach kniffliger Fehlersuche. Und wie Manfred schon schrieb, so wird es wohl auch nie langweilig werden, weil eh immer etwas zu machen ist.

Aber ab und zu ist es auch mal schön, wenn man nur wenig Arbeit hat und dafür gleich Spass beim Spiel genießen kann. Denn dafür wurden die Automaten ja geschaffen. Zum Glück kommt das durchaus schon mal vor. :D
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon muenzspielfreund » 18.01.2020, 15:04

Ich bin da ganz eindeutig erheblich mehr für Spielautomaten als für Bastelautomaten zu begeistern...
Hat er nicht gesagt...
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon pitbread » 18.01.2020, 17:23

Für mich ist das Basteln wichtiger als das Daddeln. Am Ende müssen sie aber natürlich laufen!
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 18.01.2020, 19:17

starrace hat geschrieben:Wieso "Sorgenkinder" ein Automat wo man nichts zum basteln hat ist kein Automat! :mrgreen:


Wenn ich etwas basteln will, kaufe ich mir einen Bausatz von Faller oder Revell.
Ausserdem habe ich Spielautomaten und keine Bastellautomaten.
Da bin ich völlig mit Sven einer Meinung.
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon Theseus » 18.01.2020, 20:29

Hallo Manfred,

"Rotomat Manhattan: In regelmäßigen Abständen fällt die Münzannahme aus. "

Das ist natürlich schwer zu sagen, weil du nur schreibst "fällt aus". Inwieweit fällt sie aus und mit welchem Fehler? Fällt das Geld dann einfach durch?



"Derzeit bin ich dabei einen Gold-Silber-Bronze zu reanimieren. Hier allerdings ein "großes" Problem, die Nockenschaltwalze dreht sich nicht, obwohl der Motor in Ordnung ist. Das sieht dann wohl nach einem "schönen" Zahnrad-Getriebe-Problem aus; zumal mir der Verkäufer damals schon sagte, die Mühle habe plötzlich ihren Dienst quittiert."

Wenn der Motor dreht, bewegt sich denn dann überhaupt irgendwas am Getriebe oder totaler Stillstand? Möglicherweise ein zu alter Motor, der die Übersetzung nicht mehr schafft zu meistern oder das Getriebe sitzt fest. Oder die Übersetzung am Motor direkt ist fehlerhaft. Ich würde aber doch auf den Motor tippen. Ich hatte das mal beim Jackpot per Hand angeschoben. Und geölt. Da lief der wieder an.
Seit dem ohne Probleme. Muss aber nicht zwingend dasselbe sein.

Desweiteren hört sich manches nach Verschmutzung oder Verhartzung an.
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon sam rothstein » 18.01.2020, 20:44

Moin.
So richtig dauerhaft anfällige Geräte habe ich nicht.
Wenn sie überarbeitet wurden,dann laufen sie meist auch super.
Aber ab und zu hab ich mal so Spezis hier,die brauchen laaaaaange bis der Fehler gefunden und/oder repariert ist.
Oder wie bei den Casinokisten,man bringt sie zum Laufen und dann geht das Elend erst richtig los.
Aber so eine richtig zickende Kiste die ständig meckert,hatte ich bisher noch nicht.
Gruß
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 19.01.2020, 01:29

Theseus hat geschrieben:Hallo Manfred,

"Rotomat Manhattan: In regelmäßigen Abständen fällt die Münzannahme aus. "

Das ist natürlich schwer zu sagen, weil du nur schreibst "fällt aus". Inwieweit fällt sie aus und mit welchem Fehler? Fällt das Geld dann einfach durch?



"Derzeit bin ich dabei einen Gold-Silber-Bronze zu reanimieren. Hier allerdings ein "großes" Problem, die Nockenschaltwalze dreht sich nicht, obwohl der Motor in Ordnung ist. Das sieht dann wohl nach einem "schönen" Zahnrad-Getriebe-Problem aus; zumal mir der Verkäufer damals schon sagte, die Mühle habe plötzlich ihren Dienst quittiert."

Wenn der Motor dreht, bewegt sich denn dann überhaupt irgendwas am Getriebe oder totaler Stillstand? Möglicherweise ein zu alter Motor, der die Übersetzung nicht mehr schafft zu meistern oder das Getriebe sitzt fest. Oder die Übersetzung am Motor direkt ist fehlerhaft. Ich würde aber doch auf den Motor tippen. Ich hatte das mal beim Jackpot per Hand angeschoben. Und geölt. Da lief der wieder an.
Seit dem ohne Probleme. Muss aber nicht zwingend dasselbe sein.

Desweiteren hört sich manches nach Verschmutzung oder Verhartzung an.



Hallo,

bei dem Manhattan sieht es folgendermassen aus:

Der Automat läuft und irgendwann, schaltet die Münzannahme ab, es ziehen die Annahmemagnete nicht mehr an und die grünen Annahmelämpchen gehen aus. Auch wenn alles Geld verspielt ist, bleibt die Münzannahme "tot". Nach einer Standzeit mit eingestecktem Stecker unterschiedlicher Länge geht dann irgendwann die Münzannahme wieder an. Habe ich aber das Glück, dass nach dem letzten Spiel noch zehn oder zwanzig Pfennig auf dem Münzspeicher stehen und ich drücke die Rückgabetaste werden die Groschen ausgezahlt und die Münzanname funktioniert sofort wieder. Ist kein Geld mehr auf dem Speicher und ich ziehe den Stecker bleibt die Münzanname auch ausgeschaltet, bis irgendwann....


Zum Gold-Silber-Bronze:

Ich habe den Motor ausgebaut, (ob erforderlich oder nicht, vermag ich jetzt nicht zu sagen, jedenfalls habe ich dann mit gelber Farbe die Position der Nockenwalze und der Würfelkontakte markiert) die Würfeleinrichtung und die komplette Nockenleiste mit den 20 Kontaktzungen abgeschraubt, die Befestigung des Nockenwalzenblocks entfernt und diesen dann von Chassis abgenommen.
Danach habe ich den Getriebedeckel aufgeschraubt und am unteren Ende des Getriebeblocks das Halte-/Führungsstück der Nockenwalze abgeschraubt. Nach Entnahme dieses Messingsteils liess sich die Nockenwalze in dem Getriebeblock verschieben, wodurch ich die anderen sich dort befindenden Zahnräder, deren Aufgabe es ist auf der einen Seite die Würfelung und auf der anderen Seite die Welle mit den Zahnrädern der drei Walzen anzutreiben, in Augenschein nehmen konnte. Sofort fiel auf, dass diese Zahnräder, mit altem verharztem und verklebtem Schmiermitteln derart "festgebacken" waren, was zur völligen Unbeweglichkeit des Getriebes führte, als wäre dort Sekundenkleber zum Einsatz gekommen und auch durch den Antriebsmotor nicht mehr geschafft werden konnte.
Nachdem ich eine gehörige Portion Bremsenreiniger reingejagt und eine zeitlang habe einwirken lassen, ist es mir dann doch noch, unter wirklich großer Kraftanstrengung gelungen, die Teile wieder gangbar zu machen.
Auch konnte festgestellt werden, daß es keine Schäden, Abrieb oder Abbrüche an den Zähnen der Zahnräder gab. Danach habe ich alles mit Fett eingesprüht, die Nockenwalze und den seitlichen Würfelkontakt anhand meiner Markierungen wieder in die Ursprungsposition gebracht und zugechraubt. In den nächsten Tagen wird dann, nach Reinigung der jetzt noch abgeschraubten gut zugänglichen Nockenkontakte, alles wieder zusammengeschraubt und -gebaut und auf die evtl. dann auftretenden Fehler gewartet, da Mühle bisher ja noch nicht lief.
Der Automat hing lange Jahre unbespielt in einer Kellerbar, was dann wohl der Grund des "Festbackens" der Antriebseinheit gewesen sein dürfte.
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon Theseus » 19.01.2020, 09:16

::318:: Das hört sich doch schon mal zuversichtlich an. Weiterer Bericht, wie es im Endergebnis aussieht, ist ausdrücklich erwünscht. :hoch
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon Theseus » 19.01.2020, 09:34

Manhattan Münzannahme: Hier habe ich ein ähnliches Thema gefunden. Vielleicht kann man dem Problem auf die Schliche kommen.

https://www.goldserie.de/index.php/wiss ... mint-7a8a9
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 19.01.2020, 14:48

Theseus hat geschrieben:::318:: Das hört sich doch schon mal zuversichtlich an. Weiterer Bericht, wie es im Endergebnis aussieht, ist ausdrücklich erwünscht. :hoch



So, ich habe für eine Art Probelauf den Nockenantrieb seitlich am Chassis befestigt und die Antriebswelle für die Walzen ebenfalls wieder mit der Motoreinheit verbunden. Danach habe ich, den Motor eingesetzt und festgeschraubt, allerdings ohne die (noch) abgeschraubte Leiste mit den 20 Schaltnocken anzubringen. Als nächstes habe ich den Propeller unter dem Antriebsmotor händisch mit dem Ergebnis gedreht, dass sich nunmehr sowohl die Nockenwalze, als auch auf der linken Seite die Antriebsachse mit den Zahnrädern für die Walzen, und an der rechten Seite die Würfelnocke problemlos bewegen. Da die Nockenkontakte noch nicht wieder befestigt sind konnte ich, wovon ansonsten dringend abzuraten ist, eine Leichtgängigkeit der gesamten Mechanik auch beim Drehen des Propellers in die Gegenrichtung, also nach rechts, festgestellen. Als nächstes werde ich die Nockenwelle wieder in die Position drehen, in der ich sie entnommen habe, was ich ja mit Farbe gekennzeichnet hatte.

Heute komme ich aber nicht mehr zu weiteren Einbaumaßnahmen. Das Enderegebnis wird aber in den nächsten Tagen mitgeteilt.
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Re: Sorgenkinder Automaten

Beitragvon Sternvogel » 19.01.2020, 16:23

Dr. Hannibal Lecter hat geschrieben:bei dem Manhattan sieht es folgendermassen aus:

Der Automat läuft und irgendwann, schaltet die Münzannahme ab, es ziehen die Annahmemagnete nicht mehr an und die grünen Annahmelämpchen gehen aus. Auch wenn alles Geld verspielt ist, bleibt die Münzannahme "tot". Nach einer Standzeit mit eingestecktem Stecker unterschiedlicher Länge geht dann irgendwann die Münzannahme wieder an. Habe ich aber das Glück, dass nach dem letzten Spiel noch zehn oder zwanzig Pfennig auf dem Münzspeicher stehen und ich drücke die Rückgabetaste werden die Groschen ausgezahlt und die Münzanname funktioniert sofort wieder. Ist kein Geld mehr auf dem Speicher und ich ziehe den Stecker bleibt die Münzanname auch ausgeschaltet, bis irgendwann....


Hallo Manfred,

versuche mal zu eruieren, welche Relais für die Freischaltung der Münzannahme zuständig sind und überprüfe diese dann mal. Ich würde entweder auf ein fehlerhaftes Relais tippen, dass aus irgendwelchen Gründen im warmen Zustand nicht mehr durchschaltet. Oder aber es liegt an kalten Lötstellen, wozu dieses Symptom auch sehr gut passen würde. Denn kalte Lötstellen leiten im kalten Zustand mitunter noch, während sich im warmen Zustand bereits Ausfälle zeigen können. Die F-Platine wäre eventuell schon ein guter Kandidat für dieses Problem.

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Ralf
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